Spannungen beim 1. FC Kaiserslautern: Trainer Lieberknecht schließt Training für Fans
Die Stimmung beim 1. FC Kaiserslautern ist angespannt. Eine Entscheidung von Trainer Torsten Lieberknecht sorgt nun für zusätzlichen Unmut unter den Fans des Vereins.
Vor dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld am Freitagabend hat Lieberknecht beschlossen, dass in dieser Woche kein öffentliches Training stattfinden wird. Die Tore des Trainingsgeländes bleiben für Zuschauer geschlossen – und das in einer Phase, in der das Verhältnis zwischen Mannschaft, Trainerteam und Anhängerschaft ohnehin angespannt ist. Über die aktuelle Lage beim 1. FC Kaiserslautern berichtet SÜDWEST24.
In den sozialen Medien äußern zahlreiche FCK-Anhänger Unverständnis und Frustration über diese Maßnahme. Ein Fan kommentiert auf Facebook: „Es wird lächerlich! Das fühlt sich so an, als wolle man den Fans aus dem Weg gehen und die Unruhe, die ohnehin besteht, vermeiden.“ Ein anderer Nutzer bringt es noch deutlicher auf den Punkt: „Das ist echt nicht gut gegenüber den Fans. Die haben wohl Angst vor berechtigten Konfrontationen und Diskussionen.“ Zudem berichtet SÜDWEST24 über alle Transfer-News zum FCK.
Der Vorwurf wiegt schwer: Statt sich der Kritik zu stellen, zieht sich das Trainerteam hinter verschlossenen Türen zurück. Gerade in sportlich schwierigen Zeiten sei der direkte Kontakt zu den Fans ein wichtiges Zeichen, das nun ausbleibe.
Es gibt jedoch auch Stimmen, die der Entscheidung etwas Positives abgewinnen können. Ein Fan kommentiert auf Facebook: „Richtig so. Es muss ja nicht noch mehr unnötige Unruhe geben.“ Auf Instagram versucht ein Anhänger, der Maßnahme eine taktische Komponente zuzuschreiben: „Da werden nun mal die Zügel richtig angezogen. Es soll auch keiner die taktischen Raffinessen von Herrn Lieberknecht mitbekommen. Wir werden eine völlig neue Mannschaft am Freitag auf dem Platz sehen. Auf geht‘s Lautern!“
Ein anderer Instagram-Nutzer richtet seinen Appell direkt an die Mannschaft: „Bitte trainiert konzentriert. Bitte erspart dem Betze eine Blamage.“
Am Freitagabend wird sich zeigen, ob die Ruhe im Training den gewünschten Effekt auf dem Platz hat oder ob die wachsende Distanz zwischen Team und Fans zu einer zusätzlichen Belastung führt. Unterdessen wird ein beliebtes Duo den FCK nach der Saison verlassen.