Spekulationen um Pep Guardiolas Nachfolge bei Manchester City

Spekulationen um Pep Guardiolas Nachfolge bei Manchester City

Pep Guardiola steht offenbar erneut vor einem Abschied von Manchester City. Als möglicher Nachfolger wird überraschend der Trainer des FC Bayern, Vincent Kompany, gehandelt.

Manchester / München - Als Pep Guardiola Ende 2015 seinen Abschied vom FC Bayern nach nur drei Spielzeiten für den Sommer 2016 ankündigte, begründete er dies mit einem „Fehler“ aus seiner Zeit beim FC Barcelona, wo er eine vierte Saison angehängt hatte.

Ein derartiger Fehler sollte sich nicht wiederholen. Dennoch trainiert er mittlerweile seit zehn Saisons den englischen Serienmeister Manchester City. Trotz anhaltender Spekulationen über das Ende seines Engagements ist der 54-Jährige seinem ursprünglichen Vorsatz, nicht länger als nötig zu bleiben, bisher treu geblieben.

In der vergangenen Saison rechnete die Fußballwelt tatsächlich mit Guardiolas Rücktritt, da die Mannschaft die schwächste Saison seiner Amtszeit spielte und sogar in eine Niederlagenserie geriet. Der Katalane zeigte seine Anspannung deutlich, doch überraschenderweise verlängerte er im November 2024 seinen Vertrag bis 2027.

In die aktuelle Saison ist Guardiola mit einer Mannschaft gestartet, die sich nach den Abgängen von Stars wie Kyle Walker und Kevin De Bruyne im Umbruch befindet. Trotz eines nicht perfekten Starts ist das Team erfolgreicher als in der vorherigen Saison. Umso überraschender ist die aktuelle Meldung der Times , dass Guardiola erneut über einen Abschied am Saisonende nachdenkt und seinen Vertrag bis 2027 möglicherweise nicht erfüllen möchte.

Die Verantwortlichen von Manchester City, darunter Klub-Boss Khaldoon Al Mubarak und Sportdirektor Hugo Viana, hoffen auf einen Verbleib ihres Star-Trainers. Dennoch haben die Spekulationen über seine Nachfolge bereits begonnen. Auch der FC Bayern ist betroffen, und das Sportportal 90min berichtet, dass „in München die Alarmglocken schrillen“.

Die Gründe dafür liegen vor allem in der begrenzten Anzahl möglicher Kandidaten, da der teure Kader von City auf Guardiolas Spielstil zugeschnitten ist. Als Favoriten gelten Guardiolas „Musterschüler“ Mikel Arteta (aktuell FC Arsenal) und FCB-Cheftrainer Vincent Kompany. Ein Wechsel Artetas zu einem direkten Rivalen wird jedoch als unwahrscheinlich angesehen.

Der Fokus liegt somit auf Vincent Kompany: Obwohl der Belgier seinen Vertrag bis 2029 verlängert hat, hegt er offenbar noch eine enge Verbundenheit zu seinem ehemaligen Verein. Sein Spielstil orientiert sich stark an dem von Guardiola, was ihn für die Verantwortlichen von City besonders attraktiv macht. 90min schlussfolgert: „Wenn Kompany diese Aufgabe tatsächlich übernehmen möchte und City eine angemessene Ablöse an Bayern zahlt, könnte dies die Bayern-Bosse vor eine große Herausforderung stellen.“

Angesichts der aktuellen Situation beim Triple-Sieger von 2023 sollten die Verantwortlichen des FC Bayern jedoch nicht in Panik verfallen. Erstens ist es durchaus möglich, dass Guardiola über 2027 hinaus bleibt, und zweitens fühlt sich Kompany in München sehr wohl. Bereits zu Beginn seiner Zeit in München deutete er an, dass er gerne lange beim FC Bayern bleiben möchte.

Obwohl dies zunächst belächelt wurde, scheint die Beziehung zwischen ihm, der Mannschaft, den Fans und dem gesamten Verein im zweiten Jahr hervorragend zu laufen. Das Ziel des Rekordmeisters ist es, endlich wieder eine „Trainer-Ära“ an der Säbener Straße zu etablieren. Kompany ist zudem ein kluger und ehrenhafter Mensch. Er hat sicherlich auch bei seiner Vertragsverlängerung in München die Möglichkeit eines zukünftigen Endes von Guardiolas Zeit in Manchester bedacht und ist voll auf sein Team fokussiert.

Sollte der unerwartete Fall eintreten, dass Kompany 2026 Guardiolas Nachfolger bei Manchester City wird, könnten die Verantwortlichen des FC Bayern für diesen Verlust sicherlich eine hohe Ablöse verlangen. 2024 zahlten sie bereits 12 Millionen Euro an den FC Burnley für den damaligen „Abstiegstrainer“.

Außerdem hält der deutsche Rekordmeister den Weltrekord für die höchste Ablösesumme für einen Fußballtrainer: 25 Millionen Euro wurden im Sommer 2021 für Julian Nagelsmann an RB Leipzig überwiesen. Sollte Manchester City tatsächlich Vincent Kompany als Pep-Nachfolger verpflichten wollen, könnte dieser Rekord pulverisiert werden – mit einer Summe, die bisher für einen Chefcoach unvorstellbar war. Die Bayern wünschen sich jedoch mehr eine „Kompany-Ära“ in München.

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