Statistiken und Fakten zum Nordderby zwischen Werder Bremen und HSV

Statistiken und Fakten zum Nordderby zwischen Werder Bremen und HSV

Bremen – Es ist mehr als acht Jahre her, dass im Weserstadion ein Erstliga-Nordderby stattfand. Am 24. Februar 2018 gewann der SV Werder Bremen damals knapp mit 1:0, nachdem HSV-Profi Rick van Drongelen spät ins eigene Tor traf. Zwar gab es am 18. September 2021 ein Wiedersehen in der 2. Bundesliga, doch die 0:2-Heimniederlage erinnert niemand gerne am Osterdeich. Ein gutes Omen für die Gastgeber: Von den letzten acht Erstliga-Duellen gegen den Erzrivalen in Bremen konnten sie sieben gewinnen. Vor dem bevorstehenden Nordderby am Samstag (15:30 Uhr, DeichStube-Liveticker) hat die DeichStube wieder interessante Statistiken zusammengetragen.

Die Premiere: Die Bundesliga war noch jung, als Werder Bremen und der Hamburger SV am 12. Oktober 1963 aufeinandertrafen. Zu diesem Zeitpunkt war die Rivalität zwischen den beiden Clubs und ihren Fans noch nicht so ausgeprägt wie heute. Der erste Sieg in der neuen Liga ging an die Grün-Weißen, die dank eines Dreierpacks des überragenden Arnold „Pico“ Schütz zu einem 4:2-Sieg kamen. Gerhard Zebrowski erzielte zudem das erste Tor des Spiels. Obwohl Gert Dörfel und Uwe Seeler für die Gäste trafen, half dies dem HSV nicht weiter.

Die Bilanz: Das 110. Aufeinandertreffen im deutschen Fußball-Oberhaus steht bevor, und die Bilanz spricht knapp für Werder. Bisher gab es 39 Siege für Bremen, 35 Niederlagen und 35 Unentschieden. Von den 54 Heimspielen entschieden die Bremer 28 für sich, verloren zehn und erreichten 16 Remis. Die Vorzeichen: In vier Begegnungen an einem 30. Spieltag hat der SVW bislang nie gewonnen. Im April 1994 (1:1) und 2000 (0:0) gab es jeweils ein Unentschieden, während die Saisons 1972/1973 (1:4) und 1996/1997 (2:3) verloren wurden. Schützenfeste seitens der Bremer blieben aus; in den letzten 13 Erstliga-Nordderbys erzielte Werder maximal zwei Tore. Die letzte torlose Partie vor eigenem Publikum gegen den HSV fand am 13. April 1999 statt. In Bezug auf Platzverweise führen die Bremer mit 7:4, während die Bilanz an der Weser 1:1 beträgt.

Die Details: Unter Trainer Daniel Thioune gibt es für Werder Bremen nur Sieg oder Niederlage – seit seiner Amtsübernahme im Februar gab es in neun Partien kein Unentschieden. Während der Rückrunde der vergangenen Saison hatten die Grün-Weißen sogar elf Spiele ohne Unentschieden (20. bis 30. Spieltag). Vor dem Hinspiel lag der HSV vier Plätze hinter Werder, nun stehen sie drei Plätze davor. Die 28 Punkte der Bremer in der Tabelle sind die schlechteste Ausbeute seit der Saison 2019/2020, als sie nach 29 Spielen nur 25 Zähler hatten.

Die Personalien: Sollte Linksverteidiger Olivier Deman an diesem Wochenende spielen, wäre es sein 50. Einsatz in der Bundesliga. Für Jens Stage könnte es ebenfalls sein 50. Spiel werden, allerdings aus einem weniger erfreulichen Grund: Mit seinem 115. Ligaeinsatz droht ihm die 50. Niederlage. Stürmer Justin Njinmah könnte bei seinem 80. Auftritt in der Bundesliga seinen 25. Sieg feiern. Innenverteidiger Niklas Stark hat in seiner Karriere die meisten Bundesliga-Spiele gegen den HSV bestritten (vier Siege, kein Remis, drei Niederlagen), gefolgt von Mittelfeldspieler Leonardo Bittencourt (3-1-2).

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