SV Werder Bremen enttäuscht mit schwacher Leistung gegen FC Augsburg

SV Werder Bremen enttäuscht mit schwacher Leistung gegen FC Augsburg

Der SV Werder Bremen zeigte bei der Niederlage gegen den FC Augsburg am Samstagabend einen unerwartet energielosen Auftritt. Anstatt den nahezu sicheren Klassenerhalt zu feiern, waren die Spieler mit der Frage konfrontiert, wie es zu dieser uninspirierten und lethargischen Leistung kommen konnte, die in einer 1:3-Niederlage endete.

Die Enttäuschung war den Akteuren der Grün-Weißen deutlich anzusehen. Die Energie, die zuvor gegen den Hamburger SV und den VfB Stuttgart zu wichtigen Punkten im Abstiegskampf geführt hatte, war völlig verschwunden. Nach dem Abpfiff wurde die Suche nach den Ursachen für diese Leistung zum zentralen Thema im Weserstadion.

Romano Schmid äußerte sich selbstkritisch am Sky-Mikrofon und bemerkte: „Es hat sehr behäbig gewirkt, als wären wir müde, jeder einzelne Spieler.“ Kapitän Marco Friedl bestätigte diese Einschätzung und sagte: „Ich bin kein Athletiktrainer, aber es ist Fakt, dass es unser Gefühl war. Wir wollten heute mit Energie ins Spiel gehen und das Stadion von der ersten Minute an mitreißen, aber in der ersten Halbzeit sind wir nur hinterhergelaufen.“

Cheftrainer Daniel Thioune sah die mangelnde Energie als einen wesentlichen Faktor für die negative Entwicklung. „Wir wussten um die Stärke der Augsburger, die tief verteidigen und Umschaltmomente kreieren können. Wenn man dann immer wieder Ballverluste hat und hinterherlaufen muss, werden der Kopf und die Beine müde, was zu weiteren Fehlern führt“, erklärte der 51-Jährige. In der Tat gab es zahlreiche unnötige Ballverluste seitens Werder Bremen.

„Bei 25 Grad ist der Akku schneller leer, wenn man nicht die Kontrolle und eigene Torgefahr hat. Auf diesem Niveau waren wir heute leider nicht“, so Thioune weiter. Möglicherweise waren einige Spieler aufgrund der komfortablen Ausgangslage vor dem 32. Spieltag zu sorglos. Mit sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz und der Chance, diesen auf neun Punkte auszubauen, gab es in dieser Saison bereits größere Drucksituationen. Thioune wollte diese Möglichkeit nicht ausschließen: „Vielleicht ist es menschlich, dass man ein bisschen nachlässt, wenn man sich sicherer fühlt“, sagte er und fügte hinzu, dass er solches Verhalten als Trainer nicht gutheißen kann, da die Vergangenheit gezeigt habe, dass dies nicht sinnvoll sei.

Obwohl Thioune seiner Mannschaft ein großes Lob für ihren Charakter aussprach, stellte er auch klar, dass sie in der Pflicht stehe. „In Drucksituationen, wie gegen Heidenheim, in Wolfsburg und zuletzt im Derby, haben sie funktioniert. Ohne diesen Druck jedoch offenbar nicht mehr“, erklärte er. „Vor dem Spiel gegen Augsburg konnte die Mannschaft etwas durchatmen und hat sich vielleicht etwas von der Vorstellung leiten lassen, dass es ein Selbstläufer werden könnte“, so Thioune, der einer solchen Einstellung entschieden entgegenwirken möchte: „Es kann nur funktionieren, wenn wir immer wieder diese Leidenschaft und Energie auf den Platz bringen.“ Verständnis für den müden Auftritt seiner Mannschaft hatte er nicht. „Nachsehen kann ich nur haben, wenn wir wirklich alles für den Erfolg getan haben“, erklärte er und betonte: „Dafür war heute aber noch zu viel Luft nach oben und ungenutztes Potenzial, das wir wieder abschöpfen müssen.“

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