Sven Mislintat vor Wechsel zu Fortuna Düsseldorf
Der ehemalige BVB-Boss Sven Mislintat steht offenbar kurz vor einem Wechsel zu Fortuna Düsseldorf, wo er den Zweitligisten aus einer sportlichen Krise führen soll.
Wie die BILD berichtet, wird Mislintat, der zuvor als Kaderplaner bei Borussia Dortmund tätig war, neuer Sportvorstand bei Fortuna Düsseldorf. Auch Sky hat entsprechende Informationen bestätigt.
Der Aufsichtsrat des Vereins hat sich demnach auf den 53-Jährigen als Nachfolger von Klaus Allofs verständigt. Allofs, dessen Vertrag bis 2026 läuft, könnte den Verein bereits nach dem kommenden Ligaspiel gegen die SV Elversberg verlassen. Eine offizielle Entscheidung wird am Wochenende erwartet.
Der Führungswechsel erfolgt in einer sportlich heiklen Phase. Fortuna Düsseldorf ist schwach in die Saison gestartet und droht, in den Tabellenkeller der 2. Bundesliga abzurutschen, obwohl der Klub vor wenigen Monaten noch als ernsthafter Aufstiegskandidat galt. Mislintat würde damit eine der aktuell schwierigsten Positionen im deutschen Profifußball übernehmen.
Auf den möglichen neuen Sportchef warten sofort zahlreiche zentrale Entscheidungen. Besonders die Zukunft von Trainer Markus Anfang ist ungewiss. Der Coach hat aus seinen ersten Spielen nur wenige Punkte geholt und steht bereits massiv unter Druck. Ein schneller Trainerwechsel gilt als wahrscheinlich.
Darüber hinaus muss der Kader der Düsseldorfer neu strukturiert werden. Der umfangreiche Umbruch im Sommer hat bislang nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht, und mehrere Neuzugänge konnten nicht überzeugen. Mislintat soll nun seine Stärken in der Kaderplanung einbringen und den Klub sportlich stabilisieren.
Mislintat hat sich vor allem als langjähriger Chefscout von Borussia Dortmund einen Namen gemacht, bevor er weitere Stationen beim FC Arsenal, dem VfB Stuttgart und Ajax Amsterdam durchlief. Zuletzt war er als Technischer Direktor zu Borussia Dortmund zurückgekehrt, wurde jedoch Anfang des Jahres nach internen Differenzen freigestellt.
Es deutet vieles darauf hin, dass der als „Diamantenauge“ bekannte Manager seine nächste Herausforderung in der 2. Bundesliga annehmen wird – bei einem Klub, der dringend neue Impulse benötigt.