Teamgeist und Zusammenhalt: Das deutsche Fußballteam bereitet sich auf die WM 2026 vor
Das deutsche Fußballteam ist in den USA angekommen und bereitet sich auf den bevorstehenden Start der WM vor. Doch wie verbringen die Spieler ihre Freizeit miteinander?
In Winston-Salem betonte Rudi Völler, der Sportdirektor des DFB, in einem Interview mit der BILD, dass „ein guter Teamgeist fundamental“ ist. Er erinnerte an die WM 1994, als Deutschland als Titelverteidiger früh ausschied und interne Spannungen sowie mangelnde Geschlossenheit zum Zerfall des Teams führten.
Deshalb spielen im aktuellen Kader nicht nur die sportlichen Leistungen eine Rolle, sondern auch das Miteinander im Team. Völler steht in engem Kontakt zu den Spielern, sucht regelmäßig das Gespräch mit Akteuren wie Joshua Kimmich und Manuel Neuer, um ein direktes Bild von der Stimmung innerhalb der Gruppe zu erhalten.
Im Trainingslager hat sich schnell ein klarer Bayern-Block herausgebildet. Mit Spielern wie Joshua Kimmich, Leon Goretzka, Jamal Musiala, Aleksandar Pavlović, Manuel Neuer und Jonas Urbig stellt der Rekordmeister den größten zusammenhängenden Spielerblock, der viel Zeit miteinander verbringt und zahlreiche Abläufe aus dem Vereinsfußball mitbringt.
In einem kurdischen Café namens „Hevi“ im Zentrum von Chicago zeigte sich ein Teil der DFB-Auswahl in entspannter Atmosphäre. Nick Woltemade, Jonathan Tah, Florian Wirtz, Kai Havertz und Joshua Kimmich wurden dort mehrfach zusammen gesehen und präsentierten sich abseits des Platzes als gut eingespielte Gruppe.
Eine weitere wichtige Struktur bildet die Stuttgart-Achse mit Deniz Undav, Angelo Stiller und Jamie Leweling, die sich aus dem Vereinsalltag gut kennen. Zudem gibt es kleinere Freundschaften, wie die zwischen David Raum, der auf seiner Position plötzlich einen Herausforderer hat, und Leon Goretzka, sowie zwischen Nico Schlotterbeck und Pascal Groß, die sich auch außerhalb des Platzes intensiv austauschen.
Insgesamt ergibt sich ein Kader, der aus vielen kleinen Gruppen besteht, die sich jedoch gegenseitig ergänzen. Für den DFB ist genau diese Mischung entscheidend, da sie Stabilität durch eingespielte Blöcke mit einer offenen Teamstruktur verbindet. Wenn es gelingt, diese Balance ins Turnier mitzunehmen, kann ein echtes Kollektiv entstehen, das über individuelle Qualität hinaus funktioniert.