Thomas Müller äußert Zweifel an Ronaldo und Messi vor der WM
Cristiano Ronaldo und Lionel Messi sind die herausragenden Stars der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft. Thomas Müller hingegen äußert Bedenken hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit.
Vancouver/München – Die Fußball-WM beginnt in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. In dieser Auflage werden Cristiano Ronaldo und Lionel Messi, zwei der größten Fußballer aller Zeiten, erneut am Start sein. Die beiden Legenden vertreten ihre Nationalteams bereits zum sechsten Mal bei einer WM.
Genau dieser Umstand gibt Thomas Müller Anlass zur Skepsis. Der ehemalige Profi des FC Bayern München hat selbst an vier WM-Turnieren teilgenommen und wird nach der EM 2024 seine Karriere im DFB-Trikot beenden. „Das finde ich hochinteressant. Ich bin da eher skeptisch und gespannt, wie diese Wette ausgeht“, sagte der Stürmer in einem Interview mit der Bild.
Er fügte hinzu: „Der Ronaldo von heute hat sicherlich noch ähnliche Abschlussqualitäten – aber vor allem defensiv spielst du quasi nur mit 10,5 Spielern.“ Mit 41 Jahren zählt der Portugiese bereits zu den erfahrenen Spielern und ist nicht mehr so schnell wie in seinen besten Tagen, zumal er derzeit nur in Saudi-Arabien spielt, wo dies von ihm nicht gefordert wird.
Auch zu Messi hat Müller, der mittlerweile für die Vancouver Whitecaps spielt, eine klare Meinung. „Messi sehe ich ja in der MLS. Mit dem Ball am Fuß ist es nach wie vor eine Augenweide, ihn zu beobachten. Er ist nach wie vor extrem schwer zu verteidigen. Das wird er nie verlernen“, sagte der Ex-Münchner. Er ergänzte jedoch: „Körperlich sind die jungen Spieler einfach auf einem anderen Level.“
Dennoch zeigte Müller Verständnis dafür, dass die beiden Weltstars bei der WM dabei sind. Ronaldo erzielte in der WM-Qualifikation fünf Tore und war damit der beste Torschütze Portugals. Der 38-jährige Messi war sogar noch erfolgreicher, denn er traf in zwölf Spielen achtmal – kein anderer Spieler in Südamerika war erfolgreicher.
Wie gut sie mit ihren Teams beim Turnier abschneiden werden, bleibt abzuwarten. Portugal trifft in Gruppe K auf Kolumbien, Usbekistan und die Demokratische Republik Kongo, dessen Auftaktgegner am Mittwoch ist. Argentinien tritt in Gruppe J gegen Algerien, Österreich und Jordanien an, wobei das erste Spiel in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gegen Algerien stattfindet.
Müller selbst schließt eine Rückkehr in die Nationalmannschaft aus. „Ein Comeback wäre völliger Käse“, erklärte er. „Auf diesem Niveau brauchst du meiner Meinung nach elf Spieler, die nicht nur technisch und taktisch auf der Höhe sind, sondern heutzutage auch körperlich. In Bezug auf Schnelligkeit und Power hat sich der Fußball in den letzten Jahren brutal weiterentwickelt.“ (smu)