Thomas Müller reflektiert über seine Zeit beim FC Bayern und den Wechsel nach Vancouver

Thomas Müller reflektiert über seine Zeit beim FC Bayern und den Wechsel nach Vancouver

Thomas Müller hat über seine ersten Tage in Vancouver gesprochen und gleichzeitig auf seine Zeit beim FC Bayern zurückgeblickt. Besonders eine Äußerung von Uli Hoeneß hält er für unglücklich.

München – Ende März sorgte die Nachricht, dass Thomas Müller keinen neuen Vertrag beim FC Bayern erhalten würde, für Verwunderung. Max Eberl hatte der Bayern-Legende zu Beginn des Jahres noch einen neuen Vertrag in Aussicht gestellt. In einem Interview mit der SportBild reflektiert Müller nun über diese Zeit und äußert Kritik an verschiedenen Aussagen.

Neben der widersprüchlichen Kommunikation von Sport-Boss Eberl thematisiert Müller auch eine Bemerkung von Uli Hoeneß. Dieser hatte bei der Filmpremiere seines Films öffentlich angeregt, dass Müller nach der Saison über sein Karriereende nachdenken solle. Obwohl dies gut gemeint war, kam es unglücklich, da Hoeneß bereits von der internen Entscheidung wusste, Müller keinen neuen Vertrag anzubieten, Müller selbst jedoch nicht.

In dem aktuellen Interview erläutert Thomas Müller seine Sichtweise. „Dass sich Hoeneß öffentlich zu meiner Vertragssituation bei der Kino-Premiere meiner Doku geäußert hat, fand ich ehrlich gesagt nicht sehr glücklich. Eine direkte Ansprache wäre mir lieber gewesen“, so die Bayern-Legende. Die Filmpremiere fand im Februar in München statt, also mehr als einen Monat bevor Müller selbst über die Vertragsentscheidung informiert wurde.

Obwohl die Kommunikation des deutschen Meisters gegenüber einem so verdienten Spieler wie Müller Fragen aufwirft, verneint er, enttäuscht gewesen zu sein. Intern ließ Müller jedoch verlauten: „Dass mir das nicht gefallen hat, wie man in Bayern sagt, habe ich den Verantwortlichen auch mitgeteilt.“ Kein Wunder, denn nicht nur Müller empfand die Entscheidung nach den vorherigen Aussagen von Eberl als „überraschend“.

Müller möchte jedoch nicht nachtreten gegen die Verantwortlichen in München. Er richtet seinen Blick auf die Gegenwart und Zukunft. Bislang macht ihm die neue sportliche Herausforderung bei den Vancouver Whitecaps „richtig viel Spaß“, so Müller, der zunächst sportlich ankommen möchte, um dann „die Stadt und die Umgebung genießen“ zu können. Beinahe wäre ihm sogar ein perfekter sportlicher Einstand gelungen, doch der Jubel wurde jäh unterbrochen.

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