Thomas Müller spricht über seine Pläne mit den Vancouver Whitecaps
Der Abschied vom FC Bayern fiel Thomas Müller im Sommer sichtbar schwer, und es gab schnell Diskussionen über mögliche Comebacks in München. Nun äußert sich die Ikone zu ihren Plänen.
Vancouver / München - Thomas Müller ist mit 35 Titeln der erfolgreichste deutsche Fußballer aller Zeiten, von denen er 34 mit seinem Herzensverein, dem FC Bayern, gewann. Seit dem Sommer spielt er für den kanadischen MLS-Club Vancouver Whitecaps, mit dem er kürzlich im Lokalderby gegen Vancouver FC den Landesmeistertitel erringen konnte. Obwohl dies ein weniger prestigeträchtiger Titel ist, scheint die FCB-Ikone nun bei ihrem nordamerikanischen Abenteuer Blut geleckt zu haben. Das große Ziel ist der nordamerikanische Titel in der MLS.
Im Interview mit dem kicker äußert sich der 36-Jährige dazu. Vor dem Playoff-Viertelfinale gegen Los Angeles FC am Sonntag (3:30 Uhr MEZ) wirkt er höchst motiviert und optimistisch: „Wir sind in allen Bereichen gut aufgestellt. Ein paar wichtige Spieler kommen rechtzeitig zurück.“
Trotz seiner Erfolge, die einen Weltmeistertitel, 13 deutsche Meisterschaften (Rekord) und zwei Champions-League-Triumphe umfassen, hat ein MLS-Titel für ihn offensichtlich einen hohen Stellenwert. Der legendäre „Raumdeuter“ sagt: „Ich bin in eine neue Liga und ein neues Land gewechselt. Das wäre eine außergewöhnliche Mannschaftsleistung.“
Auf die Frage, ob er eine zweite Saison in Vancouver in Betracht ziehe, antwortet Müller ohne Zögern: „Ja – volle Attacke.“ Dies deutet darauf hin, dass ein künftiges Engagement an der Säbener Straße noch etwas auf sich warten lassen könnte. Sein derzeitiger Fokus liegt vollständig auf Vancouver. Dabei spricht er von „gieriger Demut“, Verantwortung, der Bedeutung eines möglichen Titels und seiner Rolle als Führungsspieler in einer Mannschaft mit wenig Titel-Erfahrung.
Die mittelfristigen Planungen Müllers sind natürlich keine Überraschung. Zudem wurde FCB-Präsident Herbert Hainer erst Anfang des Monats auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern für weitere drei Jahre in seinem Amt bestätigt. Hainer bekräftigte, dass der Vereinsikone an der Säbener Straße stets alle Türen offen stehen und dass er sich Müller gut als seinen Nachfolger vorstellen kann. Bis 2028 ist ja auch noch etwas Zeit.