Thomas Müller und die WM-Diskussionen bei MagentaTV
Thomas Müller sorgt weiterhin für Diskussionen bei MagentaTV. Nach einem lockeren Kommentar über Laura Wontorra erhält der Weltmeister nun eine direkte Antwort. Heinrichs TV-Kritik.
Hier sind die WM-Ergebnisse vom Wochenende: Deutschland besiegte die Elfenbeinküste mit 2:1. Das verbale Duell zwischen Laura Wontorra und Thomas Müller endete mit 1:0 für „Miss Magenta“. In diesem Wettstreit erwies sich Müller als ein hochveranlagter „Männerzicke“. Es war zwar noch nicht ganz „Radio Gaga“, aber zumindest „Radio Blabla“. Wir fassen das Deniz-Undav-TV zusammen.
Das Hitzefeld: 46 Grad, und es wird noch heißer! Das ZDF betreibt unter der Glaskuppel seiner Berliner Arena Deutschlands WM-Hotspot. „Die Klimaanlage bringt so viel wie ein Ventilator in einer Turnhalle“, erklärte Jochen Breyer, der in einem jägergrünen Jogginganzug Karl-Heinz Förster ehrte. Kann man bei dieser Hitze noch denken? Ja, man kann! Unikum Christian Streich referierte mit engagierter Körpersprache über „Libbeläsä“ (Lippenlesen) und „Reschtverteidigung“. Per Mertesacker und Chris Kramer hörten ihm fasziniert zu. Ich finde, das Schwarzwald-Spektakel ist bereits WM-Kult.
Wir kacken Korinthen: Claudia Neumann, die Sorgen-Kommentatorin! Es ist ärgerlich, dass das ZDF während der Werbepausen ihrer Spiele die Béla-Réthy-Werbung zeigt. Die Stimme von Béla, gefolgt von Claudi – das ist so, als würde erst Frank Sinatra singen und dann Olaf, der Flipper. Die Frau spricht fließend Problemdeutsch. Ein typischer Satz von ihr lautet: „Bei Kopfverletzungen jeglicher Art ist oberste Vorsicht geboten.“ Hömma, Neumann: Entweder „ist äußerste Vorsicht geboten“ oder „Vorsicht hat oberste Priorität“. Mixi mixi nix gut. Okay, wir kacken Korinthen. Aber die Frau macht das beruflich, was nicht jeder schätzt.
Chauvi, aber nicht gut: Jungexperte Thomas Müller bestätigt den Eindruck der ersten WM-Woche, dass er sich seiner weltweiten Bedeutung vollumfänglich sicher ist, wie Claudia sagen würde. Was für einen Abend amüsant ist, wird auf Dauer lästig. Der gesprächige Raumdeuter, der Besserwisser, ist genervt von den Fragen Wontorras: „Du weißt doch, was am Ende wieder in der Zeitung steht.“ Kritikern von Oliver Bierhoff unterstellt er ein „eingeschränktes Weltbild“. Und wenn es zu laut wird, zeigt er chauvinistische Züge: „Ich hab nichts verstanden, ich hab nur deine süße Stimme im Ohr.“ Mats Hummels schaut genervt, Kloppo bietet sich als Vermittler an, und Laura kontert zu Recht: „Dass Thomas Müller jetzt Magenta-Farben trägt, müssen wir ihm noch erklären, glaube ich.“ Was am Ende in der Zeitung steht: Ego-Müller ist noch lange kein Experten-Weltmeister.
Das Spiel: Loslösen statt Losdösen – das war das Motto von Olli Schmidt (ZDF) und Wolff Fuss (Magenta) beim Mitternachtsspektakel. Zunächst haderte Fuss: „Die deutsche Mannschaft spielt nicht schlecht, aber sie spielt noch nicht gut genug.“ Dann jubelte Schmidt: „Deniz Undav, wie der kleine dicke Müller!“ Und Christian Streich analysierte, wie der Mini-Müller trifft: „Den kannst du reinmachen. Aber wenn du den Fuß ein klein bisschen anders hältst, gehst du drüber.“ Gut, dass er ihn gegen die Elfenbeinküste verwandelt hat.