Ticketprobleme des Iran vor der Fußball-WM 2026
Am 11. Juni beginnt die Fußball-WM 2026 mit dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika. Kurz vor dem Turnierauftakt sorgen nun Ticketprobleme des Iran für Schlagzeilen.
In Los Angeles steht das angespannte Verhältnis zwischen den USA und dem Iran erneut im Fokus, kurz vor der offiziellen Eröffnung der Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Nach Einreisebeschränkungen, drohenden Verboten und der Verlagerung des Trainingslagers von Arizona nach Tijuana wurde dem iranischen Verband FFI zudem das Ticketkontingent entzogen.
Dem iranischen Fußballverband zufolge haben die Fans des Iran nicht die erwartete Anzahl an Tickets für die WM-Spiele der Gruppe G gegen Neuseeland, Belgien und Ägypten erhalten. Der Ticketverkauf sei nahezu unmöglich geworden. Mit der Reduzierung des Kontingents wirft der FFI dem Gastgeberland erneut vor, durch diese Maßnahmen die Einreise iranischer Fans verhindern zu wollen.
Zusätzlich soll aus FIFA-Kreisen berichtet worden sein, dass das US-amerikanische Amt für Kontrolle von Auslandsvermögen (OFAC) Transaktionen nach Iran erschweren würde. Diese neuen Entwicklungen fügen sich in eine lange Liste von Hürden ein, die es den Anhängern der iranischen Nationalmannschaft nahezu unmöglich machen, ihr Team bei der WM 2026 zu unterstützen. Der Iran hat sogar mit einem Abbruch des Turniers gedroht.
Trotz dieser Schwierigkeiten hat der FFI angekündigt, dass eine große Anzahl an Fans bereit sei, den Weg in die USA auf sich zu nehmen. Eine mögliche Lösung zur Unterstützung des Iran könnte in den großen Gemeinschaften von Einwanderern iranischer Herkunft in den USA liegen, die insbesondere in Los Angeles stark vertreten sind. Dort spielt der Iran seine ersten beiden Gruppenspiele gegen Neuseeland und Belgien.
Die FIFA hat sich zwar zu den neuen Spannungen zwischen den USA und dem Iran geäußert, blieb jedoch in ihren Aussagen wenig konkret. „Die FIFA arbeitet eng mit dem iranischen Fußballverband zusammen, um geeignete Lösungen zu finden, die den iranischen Fans möglichst viele Möglichkeiten bieten, die Spiele zu besuchen.“ Ob dieses Vorhaben erfolgreich sein wird, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Am 16. Juni startet der Iran um 3 Uhr morgens in das Turnier.