Tom Bischof feiert U21-Debüt und führt Deutschland gegen Griechenland
Tom Bischof hat sein Debüt für die U21-Nationalmannschaft Deutschlands gegeben, was auch dem FC Bayern zugutekommen könnte.
München – Tom Bischof ist in der DFB-Karriere ungewöhnlich schnell aufgestiegen: Nachdem der Mittelfeldspieler im Oktober 2024 sein letztes Spiel für die U20-Nationalmannschaft bestritten hatte, wurde er von Bundestrainer Julian Nagelsmann direkt ins A-Team berufen und feierte dort im vergangenen Juni sein Debüt.
In der U21 war Bischof bis jetzt außen vor. Beim EM-Qualifikationsspiel gegen Griechenland, das mit 2:3 (0:2) endete, absolvierte der 20-Jährige nun seine U21-Premiere. Er führte die Mannschaft von Trainer Antonio di Salvo als Kapitän aufs Feld und spielte die vollen 90 Minuten.
Durch diese Erfahrung sammelte Bischof nicht nur Spielpraxis, sondern auch wertvolle Führungserfahrung. Dieses „DFB-Doping“ dürfte auch die Verantwortlichen des FC Bayern erfreuen. Die sportliche Leitung des deutschen Rekordmeisters ist von den fußballerischen Fähigkeiten des Neuzugangs aus Hoffenheim überzeugt. Um jedoch im weiteren Verlauf der Saison regelmäßig Spielzeit im Münchner Star-Ensemble zu erhalten, wird es vor allem auf die Widerstandsfähigkeit und das Durchsetzungsvermögen des Youngsters ankommen.
Dass der Linksfuß keine Scheu hat, zeigte sich nach der Niederlage gegen Griechenland. Bischof äußerte sich klar in Bezug auf das bevorstehende Spiel am Dienstag gegen Nordirland: „Wir müssen direkt von der ersten Minute da sein und den Mut haben, nach vorne zu spielen!“
Diese Herangehensweise ist Bischof vom FC Bayern bestens vertraut, auch wenn es einige Zeit gedauert hat, bis er den angreifenden Spielstil von Trainer Vincent Kompany verinnerlicht hat. „Die ersten drei Wochen waren echt verrückt. Er hat mir zu jeder Aktion etwas gesagt. Ich dachte fast: Bitte, es reicht! Ich war genervt, muss aber sagen, dass es mir im Nachhinein extrem hilft“, erzählte Bischof kürzlich in einem Interview und fügte hinzu: „Ich denke bei meinen Aktionen ständig an seine Worte: Hinterherrennen, immer Anschluss halten! Das hat er mir ins Gedächtnis eingeprägt. Und das bleibt jetzt auch für immer dort.“