Toni Kroos kritisiert FC Bayern und Enzo Millots Wechsel nach Saudi-Arabien

Toni Kroos kritisiert FC Bayern und Enzo Millots Wechsel nach Saudi-Arabien

München – Toni Kroos hat dem FC Bayern München vorgeworfen, einen entscheidenden Transfer verpasst zu haben. Der ehemalige Weltklasse-Mittelfeldspieler äußerte sich in seinem Podcast „Einfach mal Luppen“ kritisch zur Transferpolitik seines Ex-Vereins und nannte konkret Enzo Millot als Beispiel. „Hätte ich als Bayern geholt“, stellte Kroos klar und bemängelte, dass die Münchner bei dem französischen Offensivspieler nicht zugeschlagen haben.

Millot wechselte für 28 Millionen Euro vom VfB Stuttgart nach Saudi-Arabien zu Al-Ahli, was Kroos als „überschaubare Entscheidung“ bezeichnete. Der 23-Jährige hat den Großteil seiner Karriere noch vor sich und wurde von mehreren ambitionierten europäischen Klubs, darunter Atlético Madrid, umworben. Stattdessen entschied er sich für das lukrative Angebot aus der Saudi Pro League, wo er unter dem deutschen Trainer Matthias Jaissle spielt.

Kroos kritisierte nicht nur den FC Bayern, sondern auch Millots Entscheidung für Saudi-Arabien. Seiner Meinung nach verschenkt der junge Spieler wertvolle Jahre seiner Entwicklung für das große Geld. „Er ist ein feiner Spieler, Linksfuß, ein Top-Spieler: Schauen wir mal, wie lange noch. Der macht sich jetzt zwei Jahre die Taschen voll und dann guckt er, wofür es noch reicht“, so Kroos enttäuscht.

Bereits vor zwei Jahren hatte Kroos den Abgang des spanischen Talents Gabri Veiga, damals 21 Jahre alt, zum gleichen Klub Al-Ahli scharf kritisiert und bei X als „peinlich“ kommentiert. Er sieht darin eine Gefahr für die Entwicklung junger Spieler, die ihre besten Jahre nicht in den Topligen verbringen. Ein ähnlicher Weg wurde übrigens von einem 2014er-Weltmeister-Kollegen von Kroos eingeschlagen.

Der Ex-Schalker Julian Draxler wechselte im September 2023, als er gerade 29 Jahre alt war, zu Wüsten-Klub Al-Ahli SC. Erst kürzlich rechtfertigte Draxler seinen Wechsel erneut aus finanziellen Gründen. Sätze, die Toni Kroos mit Sicherheit nicht besonders gut gefallen werden.

„Fußball ist super wichtig. Aber meine Eltern werden älter, mein Sohn ist drei Jahre alt, die Zeit vergeht sehr schnell, und wenn ich meiner Familie mit dem Geld, das ich während meiner Karriere verdient habe, finanziell helfen kann, werde ich das tun. Es gibt keinen Grund, sich dafür zu genieren“, erklärte Draxler. Damit ist vieles gesagt …

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