Trainerwechsel bei Marokkos Nationalmannschaft vor der WM

Trainerwechsel bei Marokkos Nationalmannschaft vor der WM

Marokko steht vor einem bedeutenden Umbruch in der Nationalmannschaft. Erfolgscoach Walid Regragui hat seinen Rücktritt angekündigt, was auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben wurde. Regragui erklärte, dass die Mannschaft "ein neues Gesicht, neue Energie und eine neue Perspektive mit einem neuen Trainer" benötigt, insbesondere wenige Monate vor dem Beginn der Weltmeisterschaft, die vom 11. Juni bis 19. Juli stattfindet.

Er hofft, dass sein Abgang einen positiven Einfluss auf die Mannschaft haben wird. "Ich denke, die Mannschaft braucht vor der Weltmeisterschaft neuen Schwung und eine neue Vision, um weiter voranzukommen", sagte er. Bei der WM trifft Marokko in Gruppe C auf Brasilien, Schottland und Haiti.

Regragui hatte die Leitung der Mannschaft, zu der auch der ehemalige BVB-Profi Achraf Hakimi gehört, im Jahr 2022 übernommen und sie bis ins Halbfinale der WM in Katar geführt. Beim letzten Afrika Cup erreichte Marokko das Finale, musste sich jedoch im umstrittenen Endspiel gegen Senegal mit 0:1 nach Verlängerung geschlagen geben. Nach dieser Niederlage sah sich Regragui ebenfalls heftiger Kritik ausgesetzt.

Berichten lokaler Medien zufolge versuchte der marokkanische Fußballverband zunächst, Regraguis Entscheidung zu revidieren und ihn zum Verbleib zu bewegen, jedoch ohne Erfolg. Dennoch hat der Verband schnell reagiert und bereits einen Nachfolger für Regragui vorgestellt.

Mohamed Ouahbi wird künftig die Nationalmannschaft leiten, die zu den größten Hoffnungsträgern Afrikas für die WM zählt. Der 48-Jährige war zuletzt als U23-Nationaltrainer tätig und führte die marokkanische U20 2025 zu einem historischen Erfolg, indem er sie zum ersten Weltmeistertitel brachte.

Für Ouahbi wird es eine herausfordernde Aufgabe sein, da Marokko sich mit dem achten Platz in der FIFA-Weltrangliste als einer der Mitfavoriten für die WM etabliert hat. Der ehemalige Nationalspieler Toni Kroos äußerte sich in einem Interview mit der brasilianischen Legende Romario auf Romario TV und nannte Marokko als mögliche Überraschungsmannschaft: "Sie sind technisch stark und haben sich in den letzten Jahren enorm verbessert."

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