Transfergerüchte bei Borussia Mönchengladbach

Transfergerüchte bei Borussia Mönchengladbach

Schlägt Borussia Mönchengladbach spät auf dem Transfermarkt zu? Roland Virkus und Gerardo Seoane haben angedeutet, dass dies möglich sein könnte.

Mönchengladbach – Vor einer Woche war es ruhig, doch plötzlich gibt es viele Spekulationen über den Kader von Borussia Mönchengladbach. Wechselt Julian Weigl in die Wüste? Verstärkt Giovanni Reyna von Borussia Dortmund die Offensive? Verschiedene potenzielle Transfers stehen zur Debatte, während die Ausleihe von Shio Fukuda an den Karlsruher SC die Fans beschäftigt.

Vor dem DFB-Pokal-Spiel gegen Atlas Delmenhorst erläuterte Sport-Geschäftsführer Roland Virkus, dass Transfers nicht um jeden Preis angestrebt werden. Vor allem sucht man nach Spielern, die die Mannschaft verbessern können. Am Rande der Pressekonferenz zum Bundesliga-Auftaktspiel gegen den Hamburger SV (Sonntag, 17:30 Uhr) öffnete der 58-Jährige zudem die Möglichkeit für weitere Neuzugänge.

„Wir sprechen darüber, auf welchen Positionen uns Verletzungen treffen könnten“, so Virkus, der die Kaderbreite ansprach. Ein Spieler für das offensive Mittelfeld wäre kurzfristig wichtig, um Kevin Stöger zu entlasten, und würde nach der Rückkehr von Tim Kleindienst mehr taktische Variabilität bieten. Auch in der Defensive könnte Verstärkung sinnvoll sein, um neben Kevin Diks eine weitere Alternative zu Joe Scally zu haben.

„Auf bestimmten Positionen gibt es sicherlich den einen oder anderen Spieler, über den man sprechen muss“, sagte Virkus und blickte insgesamt gelassen auf das bevorstehende Transferfinale. „Wir sind fest davon überzeugt, dass die Mannschaft sehr gut aufgestellt ist. Im Spätherbst oder Winter werden Qualitätsspieler hinzukommen, die uns helfen werden.“

Die Kaderplanung liegt auch Cheftrainer Gerardo Seoane am Herzen. Er hat sportliche Ziele zu erreichen und muss sich darauf verlassen können, dass ihm die sportliche Leitung das bestmögliche Personal zur Verfügung stellt. Mit den bisherigen Bemühungen zeigt sich Seoane zufrieden.

„Der Klub unternimmt alles. Wir haben spannende Spieler auf vielen Positionen und konnten auf Abgänge sowie Verletzungen reagieren. Wir stellen eine gute Mannschaft zusammen“, betonte der Schweizer. Dennoch beobachtet er einige Stellschrauben: „Als Coach bringst du ein, welche Punkte der Mannschaft guttun könnten. Man versucht, Szenarien durchzuspielen: Wo würde uns eine Verletzung hart treffen? Welche Attribute hat die Mannschaft und welche fehlen ihr?“

Bewusste Ergänzungen sind das Ziel, um die üblichen Verletzungsprobleme im Laufe einer Saison abzufedern. Besonders in der vergangenen Rückrunde stieß der Gladbacher Kader mehrmals an seine Grenzen. Gleichzeitig gilt es, den Kader perspektivisch nicht unnötig aufzublähen. Es ist ein Balanceakt, der mit dem Deadline Day am 1. September endet.

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