Transferstrategie des FC Bayern: Leihspieler im Fokus

Transferstrategie des FC Bayern: Leihspieler im Fokus

Der Arbeitsauftrag an Sportvorstand Max Eberl ist eindeutig: Ein Neuzugang darf nur im Rahmen eines Leihgeschäfts erfolgen. Die tz erläutert die Hintergründe des Einkaufsstopps.

München – „Wir sind vorsichtige Kaufleute!“ Mit dieser Aussage begründete Herbert Hainer die Entscheidung des Aufsichtsrats, dass bis zum Transferschluss am 1. September lediglich Leihspieler verpflichtet werden sollen.

Sportvorstand Max Eberl hat durch Spieler-Verkäufe rund 95 Millionen Euro eingenommen, was eine solide finanzielle Basis bietet. Dennoch lautet die strenge Rechnung der Bosse: 95 Millionen Euro Einnahmen minus 68 Millionen Euro Transferausgaben für Luis Diaz ergeben lediglich 27 Millionen Euro, die Eberl für neue Verpflichtungen reinvestieren kann.

Die Meinung des einflussreichen Führungsgremiums, zu dem Ehrenpräsident Uli Hoeneß und der langjährige CEO Karl-Heinz Rummenigge gehören, ist klar: Mit dieser Summe können keine Spieler verpflichtet werden, die den hohen Ansprüchen des FC Bayern gerecht werden.

Für die Wunschtransfers von Florian Wirtz und Nick Woltemade hätten die Verantwortlichen ein „Sondervermögen“ bereitgestellt. Für Spieler, die jedoch lediglich den Kader auffüllen sollen, darf Eberl nicht mehr als die genannte Summe aufwenden. Die Entscheidungsträger sind nach wie vor besorgt, dass das Geschäftsjahr ohne die Einnahmen der Club-WM mit einem Minus abgeschlossen worden wäre.

Die Suche nach Leihspielern gestaltet sich jedoch als herausfordernd. Nach wie vor werden die Namen der Chelsea-Stars Jadon Sancho (25) und Nicolas Jackson (24) mit dem deutschen Rekordmeister in Verbindung gebracht. Allerdings ist der Name Jackson mit Vorsicht zu genießen. Auf die Nachfrage nach dem Spieler nach der 6:0-Auftaktgala gegen RB Leipzig antwortete Eberl: „Der ist raus aus der Nummer.“

Die weitere Vorgehensweise in Bezug auf Last-Minute-Transfers beschrieb der Sportvorstand wie folgt: „Es ist eine große Herausforderung, jetzt noch die eierlegende Wollmilchsau zu finden, die wir wollen, per Leihe zu haben und die am besten nichts kostet – das ist zu viel des Wünschens. Wir haben Ideen und Gedanken – da sind Hybride dabei, aber auch Spieler, die sich auf einer bestimmten Position wohlfühlen.“ (Manuel Bonke)

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