TSV 1860 München: Abstieg in die Regionalliga und ungewisse Zukunft
Der TSV 1860 München befindet sich in einer schwierigen Situation. Am Mittwoch wurde bekannt gegeben, dass der Verein die Lizenz für die 3. Liga nicht erhalten hat und somit in die Regionalliga absteigt.
Update, 4. Juni, 20:15 Uhr: Der TSV 1860 München hat die Zusammenarbeit mit der HAM International Limited, der Firma des Investors Hasan Ismaik, mit sofortiger Wirkung beendet. Der Verein strebt nun an, gemeinsam mit Sponsoringpartnern eine tragfähige Zukunft zu gestalten.
Update, 4. Juni, 18:05 Uhr: Hasan Ismaik stellte klar, dass er den Klub auch im Falle einer drohenden Insolvenz nicht unterstützen wird. „Es kann nicht die Lösung sein, Jahr für Jahr neues Geld bereitzustellen. Die entscheidende Frage ist, wie der Verein eine stabile Zukunft aufbauen kann, die nicht von Notfallfinanzierungen abhängt“, erklärte er auf Anfrage der SZ.
Update, 4. Juni, 15:51 Uhr: Vor neun Jahren erlebte der TSV 1860 München bereits einen Zwangsabstieg, konnte jedoch sofort wieder aufsteigen. Der Unterschied zur heutigen Situation liegt in der grundlegend anderen Stimmung. Damals war die Löwen-Reserve in der Regionalliga Bayern Zweiter geworden und bildete eine solide Grundlage für die Rückkehr in den Profifußball. Eine ähnliche Aufbruchsstimmung ist heute nicht erkennbar.
Update, 4. Juni, 14:20 Uhr: Steht nun auch der Start in der vierten Liga auf der Kippe? Für die Regionalliga benötigt der Verein mindestens eine Million Euro, und es bleibt fraglich, ob Ismaik seinen Anteil aufbringen kann. Im schlimmsten Fall droht der KGaA die Insolvenz.
Update, 4. Juni, 12:12 Uhr: 1860-Legende Daniel Bierofka äußerte sich im Interview mit BR24Sport zu dem Absturz des Klubs: „Es ist eine Schande. Verantwortungslos. Charakterlos. Von allen Beteiligten.“ Er betonte, dass niemand sich von der Verantwortung freisprechen könne und dass die Situation für die Fans des Vereins untragbar sei.
Update, 4. Juni, 11:26 Uhr: Ex-Löwen-Profi Aaron Berzel begann seinen emotionalen Instagram-Beitrag mit den Worten: „Weil mir dieser Verein nicht egal ist.“ In insgesamt zehn Slides drückt er seine Verbundenheit mit dem Verein aus.
Update, 4. Juni, 10:10 Uhr: Die Enttäuschung und Wut der Löwen-Fans entlud sich nach der Bekanntgabe des Zwangsabstiegs. Ein Video zeigt den Moment der Bekanntgabe.
Update, 4. Juni, 9:03 Uhr: Stürmer Sascha Mölders meldete sich ebenfalls zu Wort und rief alle Löwen-Spieler dazu auf, Verantwortung zu übernehmen. „Ich bin geschockt“, schrieb er und erinnerte an die damalige Situation nach dem Zwangsabstieg 2017.
Update, 4. Juni, 7:57 Uhr: Der TSV Havelse würde den freien Platz in der 3. Liga einnehmen, nachdem die Lizenz für die Münchner entzogen wurde. Havelse hat bereits die entsprechenden Lizenzunterlagen eingereicht.
Update, 4. Juni, 7:08 Uhr: Der Lizenzentzug hat ein starkes mediales Echo ausgelöst. Hier sind einige Pressestimmen zum Absturz des TSV 1860 München.
Update, 4. Juni, 6:11 Uhr: Der Tag nach der schmerzlichen Gewissheit: 1860 München wird nächste Saison viertklassig spielen. Die Reaktionen der Löwen-Fans auf diese Nachricht sind überwältigend.
Update, 3. Juni, 21:38 Uhr: Mit dem Abstieg der Löwen wird ein Platz in der 3. Liga frei. Havelse hat beim DFB den Wunsch geäußert, in die Liga zu wechseln. Die Unterlagen werden aktuell geprüft.
Update, 3. Juni, 21:20 Uhr: Trotz des Abstiegs wird der Fanshop des TSV 1860 München am Samstag eröffnet. Merchandising-Boss Valentin Pusnava bestätigte dies gegenüber Absolut Sechzig.
Update, 3. Juni, 20:15 Uhr: Die Situation für die Löwen hat sich weiter verschärft: Hauptsponsor „die Bayerische“ hat die Zusammenarbeit beendet. In einer offiziellen Mitteilung äußerte der Sponsor seine Bestürzung über den Lizenzentzug und die damit verbundenen Folgen.
Das vollständige Statement lautet:
„Mit großer Bestürzung haben wir die Nachricht vom Entzug der Lizenz für die 3. Liga und dem damit verbundenen Zwangsabstieg des TSV 1860 München zur Kenntnis genommen. Wir haben den Verein in guten wie in schwierigen Zeiten unterstützt und uns stets klar zum TSV 1860 München bekannt. Umso schmerzhafter ist der heutige Tag. Mit dem Verlust der Lizenz tritt nun ein vertraglich geregelter Sonderfall ein, der ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumt. Von diesem Recht werden wir Gebrauch machen.“
Diese Entscheidung ist nicht aus mangelnder Verbundenheit zum TSV 1860 München getroffen worden, sondern ist eine Folge der veränderten Rahmenbedingungen. Wir tragen Verantwortung für die Gelder unserer Kunden und Mitglieder und müssen die wirtschaftlichen Grundlagen regelmäßig überprüfen.
Ob dieser Tag das Ende eines gemeinsamen Weges oder den Beginn eines Neuanfangs darstellt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Wir wünschen dem TSV 1860 München die Kraft, aus dieser Krise wieder aufzustehen.
Update, 3. Juni, 19:05 Uhr: Investor Hasan Ismaik äußerte sich ebenfalls und sprach von seiner Traurigkeit über die Entwicklungen.