TSV 1860 München strebt Totopokal-Sieg an

TSV 1860 München strebt Totopokal-Sieg an

Der TSV 1860 München setzt alles daran, den Totopokal zu gewinnen. Trainer Kauczinski plant moderate Änderungen im Kader, und Kapitän Verlaat könnte möglicherweise zurückkehren.

München – Nach einem kurzen Katermontag kehrten die Löwen am Dienstagnachmittag zurück auf den Trainingsplatz. Die Analyse der Niederlage gegen Duisburg sollte schnell abgeschlossen sein: Stark begonnen, jedoch nach der Pause den Faden verloren. Der unbedingte Siegeswille, den die Zebras am Ende zeigten, fehlte den Löwen.

Viel Zeit zum Grübeln bleibt jedoch nicht, denn die nächste Herausforderung steht unmittelbar bevor – und sie ist von großer Bedeutung. Im Halbfinale des Totopokals geht es am Samstag um 14 Uhr nach Regensburg. Das Ziel ist klar: Die Löwen wollen den Pokal gewinnen, um sich endlich wieder für den DFB-Pokal zu qualifizieren.

Obwohl der Pokalsieg im Hinblick auf das Aufstiegsziel nur ein Trostpreis wäre, wollen Trainer und Team die Aufgabe ernsthaft angehen. Als zusätzliche Motivation dienen frühere Rückschläge, insbesondere die deutliche 0:4-Niederlage vom 9. November. Die Folgen sind bis heute spürbar: Philipp Maier ist seitdem Stammspieler, während Florian Niederlechner nicht mehr im Kader steht. Zudem erhielt Lasse Faßmann damals seine ersten Minuten als Drittligaprofi.

Die meisten Löwen hätten es vorgezogen, in der Liga weiterzumachen, um den Duisburg-Schock auf diese Weise zu verarbeiten. Der fortgeschrittene Wettbewerb erfordert jedoch, dass niemand das Totopokal-Halbfinale auf die leichte Schulter nimmt. Kauczinski kündigte an, eine A-Mannschaft aufzustellen. „Nur dort, wo ich das Gefühl habe, dass es auf Augenhöhe ist“, werde er rotieren. „Wir werden keine Experimente machen und nicht komplett durchwechseln.“

Im Fokus stehen gezielte Änderungen: Jesper Verlaat drängt auf sein Comeback und könnte Max Reinthaler ersetzen, der bei der nächsten Gelben Karte in der Liga eine Sperre droht. Weitere Optionen sind Schifferl (für Faßmann), Schröter (für Danhof) sowie Dordan als Alternative zu Jacobsen, der nach der Länderspielpause gesperrt fehlt. Die Achse mit Dähne, Maier, Volland und Haugen dürfte bestehen bleiben, da zu große Änderungen angesichts der Bedeutung der Partie kontraproduktiv wären.

Zuletzt war 1860 in der Saison 2022/23 im DFB-Pokal vertreten und schied in der ersten Runde gegen Dortmund (0:3) aus. Der bislang einzige Totopokal-Sieg datiert aus dem Jahr 2020 (4:1 n.E. gegen Würzburg). Entsprechend groß ist der Hunger im Verein: „Wir wollen endlich wieder etwas in den Händen halten“, sagte Vizepräsident Christian Dierl.

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