Tunesien entlässt Trainer Sabri Lamouchi nach WM-Niederlage

Tunesien entlässt Trainer Sabri Lamouchi nach WM-Niederlage

Tunesien hat während der laufenden WM seinen Trainer entlassen. Nach der herben 1:5-Niederlage gegen Schweden muss Sabri Lamouchi seinen Posten räumen. Hervé Renard wird als neuer Trainer übernehmen.

In der Nacht auf Montag, deutscher Zeit, hatte die tunesische Nationalmannschaft einen Fehlstart in die WM 2026 hingelegt. Die Mannschaft, die für ihre Defensivstärke bekannt war und während der gesamten WM-Qualifikation kein einziges Gegentor kassiert hatte, zerfiel gegen Schweden und musste insgesamt fünf Tore hinnehmen. Diese deutliche Niederlage führte dazu, dass der Verband zum Handeln gezwungen war.

Am frühen Dienstagmorgen gab der Verband offiziell bekannt, dass Trainer Sabri Lamouchi im zweiten Gruppenspiel gegen Japan, das am Sonntagmorgen deutscher Zeit stattfindet, nicht mehr auf der Bank sitzen wird. Die Entlassung hatte sich bereits am Montag angedeutet. Lamouchis Nachfolger für den weiteren Verlauf der WM wird Hervé Renard sein.

Der 57-Jährige ist ein erfahrener Trainer auf der WM-Bühne und wird seine dritte WM-Teilnahme antreten. 2018 trainierte Renard die marokkanische Nationalmannschaft, und vor vier Jahren führte er Saudi-Arabien zum Turnier. In Katar gelang ihm ein sensationeller Erfolg, als Saudi-Arabien sein erstes Vorrundenspiel gegen den späteren Weltmeister Argentinien mit 2:1 gewann. Zudem führte er sowohl Sambia 2012 als auch die Elfenbeinküste 2015 zum Sieg im Afrika-Cup.

Es ist höchst ungewöhnlich, dass ein WM-Teilnehmer während des laufenden Turniers seinen Trainer wechselt, jedoch ist dies nicht das erste Mal, dass Tunesien diesen Schritt wählt. Bei der WM 1998 musste der damalige Trainer Henryk Kasperczak nach dem zweiten Gruppenspiel gehen, nachdem das Vorrundenaus durch Niederlagen gegen England und Kolumbien bereits feststand.

Trotz der Auftaktpleite haben die Nordafrikaner in diesem Jahr noch Chancen auf das Weiterkommen. In den kommenden beiden Spielen sind sie jedoch klare Außenseiter. Neben dem Duell gegen den geheimen Favoriten Japan steht im letzten Gruppenspiel noch die Partie gegen die Niederlande an. Um eine Chance auf das Sechzehntelfinale zu haben, benötigen sie wohl mindestens einen Sieg aus diesen beiden Spielen.

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