TV-Experte Shay Given sorgt für Empörung mit Holocaust-Vergleich

TV-Experte Shay Given sorgt für Empörung mit Holocaust-Vergleich

Ein bekannter TV-Experte hat mit einem unangebrachten Holocaust-Vergleich für Empörung gesorgt.

Glasgow – Shay Given, der als Spieler für spektakuläre Paraden und herausragende Leistungen bekannt war, hat als TV-Experte noch viel Raum zur Verbesserung. Der irische Rekordtorhüter, der 134 Länderspiele absolviert hat, beendete 2017 seine erfolgreiche Karriere. Heute ist er als Experte in verschiedenen Stadien unterwegs. In der BBC-Sendung „Final Score“ verursachte er nun einen handfesten Skandal, indem er einen Vergleich mit dem Holocaust anstellte.

Als er auf die kurze Amtszeit von Celtic-Trainer Wilfried Nancy angesprochen wurde, der nur 33 Tage im Amt war, verglich er diese mit dem „absoluten Holocaust“. Kommentator Jason Mohammad schwieg zunächst, doch der Aufschrei folgte umgehend. Given entschuldigte sich bereits und veröffentlichte eine Erklärung auf X.

„Im Live-Fernsehen habe ich heute Nachmittag ein Wort verwendet, dessen Bedeutung ich nicht vollständig verstanden habe und das ich sicherlich nie wieder verwenden werde“, begann er seine Entschuldigung. Er fuhr fort: „Wir alle haben Wissenslücken, und ich hoffe, dies als Gelegenheit zu nutzen, um mich weiterzubilden.“

Der irische Rekordnationalspieler kündigte zudem an, seine Gage aus der BBC-Sendung „Final Score“ zu spenden. Das Geld wird direkt an den Holocaust Educational Trust fließen. Der Holocaust bezeichnet den systematischen Massenmord an Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen und anderen verfolgten Gruppen durch das nationalsozialistische Deutschland. Warum Given zu diesem unpassenden Vergleich griff, bleibt unklar.

Eine offizielle Stellungnahme der BBC liegt derzeit noch nicht vor. Given, der seine fußballerische Ausbildung bei den Glasgow Rangers erhielt, galt stets als großer Fan des Klubs. 2016 nahm er mit Irland an der Europameisterschaft teil, kam jedoch nicht zum Einsatz. Im Jahr 2002 überzeugte er bei der WM in Japan und Südkorea und stand auch beim 1:1 in der Vorrunde gegen Deutschland im Tor.

Topics

Related news