Uli Hoeneß äußert sich zur Zukunft von Max Eberl beim FC Bayern
Beim FC Bayern München gibt es weiterhin Diskussionen hinter den Kulissen. Uli Hoeneß, der Ehrenpräsident des Vereins, hat sich nun überraschend offen zur Zukunft von Max Eberl geäußert.
In der aktuellen Ausgabe des Sport1-Doppelpass sprach Hoeneß über die Zusammenarbeit mit Sportvorstand Max Eberl und sorgte für Aufsehen mit seinen Aussagen. „Diese Gerüchte und Spekulationen existieren. Im Aufsichtsrat haben wir kein Problem mit Max Eberl. Natürlich gab es Diskussionen, aber eine Trennung war nie ein Thema. Ob er über einen Rücktritt nachdenkt? Das müssen Sie ihn fragen. Max hatte in letzter Zeit eine schwierige Phase, vor allem wegen des äußeren Drucks“, erklärte Hoeneß. Damit ließ er zumindest die Möglichkeit offen, dass Eberl selbst über einen Rückzug nachdenken könnte.
Hoeneß betonte zudem, dass Eberl, Trainer Vincent Kompany und Sportdirektor Christoph Freund konstruktiv zusammenarbeiten würden. „Ich habe das Gefühl, dass unser Trainer, Christoph Freund und Max Eberl gut zusammenarbeiten. Karl-Heinz Rummenigge, Herbert Hainer und ich im Aufsichtsrat wünschen uns, uns nicht einmischen zu müssen. Aber wir können nicht untätig bleiben, wenn wir sehen, dass Dinge schieflaufen“, so der 73-Jährige weiter.
In den letzten Tagen wurde Eberl mit einem möglichen Rückzug vom FC Bayern in Verbindung gebracht. Grund dafür sind ein stark ausgedünnter Kader und zahlreiche negative Schlagzeilen nach einem Transfersommer, in dem 17 Spieler den Verein verließen und nur vier Neuzugänge verpflichtet wurden. Darüber hinaus gibt es Kritik an Eberls Arbeitsweise.
Laut Berichten soll Eberl bei einer Aufsichtsratssitzung den Eindruck vermittelt haben, sich innerlich bereits mit einem Abschied zu beschäftigen. Dennoch ist nach Informationen von Sky derzeit kein Rücktritt geplant. Eberl befindet sich aktuell im Urlaub, möchte jedoch nach seiner Rückkehr seine Arbeit fortsetzen. Intern gab es zuletzt auch vermehrt Zustimmung zu seiner sportlichen Linie.
Hoeneß machte im Doppelpass jedoch deutlich, dass es intern nicht immer harmonisch zugeht. „Ein harter Job führt sicher zu Auseinandersetzungen. Karl-Heinz Rummenigge und ich haben oft gestritten, aber danach war immer alles gut. Max ist in dieser Hinsicht etwas sensibler. Eines ist klar: Transfers Ende August zu tätigen, ist nie eine gute Idee und immer teuer. Ich habe Max auch diesen Rat gegeben: Es ist besser, die Transfers im Juni und Juli zu machen, wenn andere Klubs noch nicht wirklich begonnen haben. In den letzten zwei, drei Wochen wird es schwierig“, erklärte Hoeneß. Auch zu möglichen Differenzen bei der Kaderplanung äußerte sich Hoeneß deutlich: „Es gibt keine Max-Eberl-Transfers, Uli-Hoeneß-Transfers oder Karl-Heinz-Rummenigge-Transfers. Es gibt nur Bayern-München-Transfers“, stellte er klar. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)