Uli Hoeneß kritisiert Bundestrainer Julian Nagelsmann

Uli Hoeneß kritisiert Bundestrainer Julian Nagelsmann

Uli Hoeneß hat seine Kritik an Bundestrainer Julian Nagelsmann weiter verstärkt und sich zur Debatte um die Rückkehr von Manuel Neuer sowie die Rolle von Joshua Kimmich geäußert.

In Frankfurt ist es offensichtlich, dass Uli Hoeneß und Julian Nagelsmann keine besten Freunde mehr sind. Der Aufsichtsratschef des FC Bayern hat in den letzten Wochen wiederholt die Arbeit des Bundestrainers in Frage gestellt und ist dabei nicht zimperlich vorgegangen. In einem Interview mit dem Spiegel äußerte Hoeneß erneut scharfe Kritik am ehemaligen Trainer der Münchner.

Im Mittelpunkt steht erneut die Diskussion um Manuel Neuer, dessen Rückkehr ins DFB-Tor Hoeneß als unfair gegenüber Oliver Baumann empfindet. Baumann wurde vor einigen Wochen als Nummer eins von Nagelsmann benannt, bevor dieser seine Entscheidung letztendlich revidierte. Hoeneß sieht hierin einen klaren Fehler.

Darüber hinaus äußerte Hoeneß grundsätzliche Bedenken zur Strategie Nagelsmanns während der letzten Länderspielpausen. „Man hätte die Mannschaft drei-, vier-, fünfmal zusammenspielen lassen müssen, um sie zu einer Einheit zu formen“, kritisierte er. Zudem bezeichnete er die Mannschaft, die zur WM fahren wird, als „gut, aber nicht Weltklasse“.

Die Position von Joshua Kimmich, der in der Nationalmannschaft als Rechtsverteidiger agiert, missfällt Hoeneß ebenfalls. „Ich würde Joshua, der eine herausragende Saison im Mittelfeld des FC Bayern gespielt hat, auf keinen Fall dort verbrennen, weil er als rechter Verteidiger dem Spiel nicht so viele Impulse geben kann“, so Hoeneß. Er betont, dass die Nationalmannschaft Führungsspieler benötigt und schlägt eine stabile zentrale Achse mit Kimmich und Aleksandar Pavlović vor, die auch beim FC Bayern gut harmonieren.

Ob Nagelsmann jedoch auf diese Ratschläge hören wird, bleibt abzuwarten. In einem früheren Interview hatte er gesagt: „Ich schätze Uli extrem – und ich weiß, dass er auch meine Handynummer hat. Ich freue mich immer, wenn er ein Thema hat, bei dem er Verbesserungspotenzial in unserem Team sieht und es mir mitteilt.“

Andreas Rettig äußerte sich ebenfalls zur anhaltenden Kritik von Uli Hoeneß und stellte fest: „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass jemand vom DFB Herrn Hoeneß gebeten hat, öffentlich ein Zwischenzeugnis für den DFB-Trainer abzugeben. Ich weiß nicht, warum er dazu jetzt die Notwendigkeit gesehen hat.“

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