Uli Hoeneß über seine Zukunft beim FC Bayern

Uli Hoeneß über seine Zukunft beim FC Bayern

Uli Hoeneß hat seit Jahrzehnten einen prägenden Einfluss auf den FC Bayern München. In einem aktuellen Interview im SPORT1-Doppelpass äußerte der Ehrenpräsident seine Gedanken zu seinen Zukunftsplänen und ließ Raum für Spekulationen über seine Rolle im Verein.

Der 73-Jährige betonte, dass er seinen Platz im Aufsichtsrat nicht um jeden Preis beanspruchen werde. „Wenn dort jemand sagt, er will mich nicht mehr, dann bin ich weg. In dem Moment, in dem die richtigen Leute an den richtigen Stellen sind, werden Karl-Heinz Rummenigge und ich uns zurückziehen“, erklärte er.

Hoeneß verknüpfte seinen Einfluss direkt mit der Stabilität der Vereinsführung. So lange er Missstände beobachte, wolle er sich weiterhin einmischen. „Wir können nicht untätig bleiben, wenn wir sehen, dass Dinge schieflaufen“, betonte er. Diese Aussagen fallen in eine Zeit, in der der Sportvorstand Max Eberl stark in der Kritik steht. Nach einem schwierigen Transfersommer kursieren Gerüchte über einen möglichen Rücktritt, und Berichten zufolge zeigt Eberl selbst Zweifel an seiner Position, obwohl derzeit kein Abschied geplant ist.

Hoeneß stellte klar, dass er Eberl den Rücken stärkt: „Im Aufsichtsrat haben wir überhaupt kein Problem mit Max Eberl. Natürlich gab es Diskussionen, aber eine Trennung war nie ein Thema.“ Er lobte zudem die gute Zusammenarbeit zwischen Eberl, Trainer Vincent Kompany und Sportdirektor Christoph Freund.

Dennoch ließ Hoeneß auch kritische Anmerkungen nicht aus. Besonders die späten Transfers bereiten ihm Sorgen: „Transfers Ende August zu tätigen, ist nie eine gute Idee und immer teuer. Ich habe Max auch diesen Rat gegeben: Es ist besser, die Transfers im Juni und Juli zu machen, wenn andere Klubs noch nicht wirklich begonnen haben.“

Obwohl Hoeneß angibt, sich einen ruhigeren Lebensabend zu wünschen, bleibt er aktiv, solange er die Vereinsführung als nicht stabil genug empfindet: „Ich würde gerne meinen Ruhestand genießen, aber wenn etwas nicht gut läuft, habe ich das Bedürfnis, mich einzumischen.“

Diese Aussagen verdeutlichen, dass Hoeneß seinen Einfluss beim FC Bayern nicht um jeden Preis verteidigt, ihn jedoch auch nicht leichtfertig aufgibt. Für Eberl ist dies einerseits eine Rückendeckung, andererseits eine Mahnung: Die sportliche Führung muss Leistungen erbringen, damit der Ehrenpräsident tatsächlich loslassen kann.

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