Umbruch bei Borussia Mönchengladbach: Rani Khedira im Fokus
Bei Borussia Mönchengladbach steht im Sommer offenbar ein Umbruch bevor, wobei der Bruder eines DFB-Weltmeisters eine zentrale Rolle spielen könnte.
Mönchengladbach – In dieser Saison hat Borussia Mönchengladbach im Abstiegskampf noch nicht das rettende Ufer erreicht. Beim enttäuschenden 1:1 gegen den 1. FSV Mainz 05 verpassten die Fohlen einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Im Hintergrund laufen jedoch bereits die Planungen für die nächste Saison auf Hochtouren.
Besonders im Mittelfeld könnte sich im Sommer viel verändern. Gladbach-Kapitän Rocco Reitz zieht es bekanntlich zu RB Leipzig, und auch die Zukunft anderer Spieler im Mittelfeld ist ungewiss. Ein Abgang von Florian Neuhaus scheint möglich, und auch die Situation von Yannik Engelhardt, der von Como ausgeliehen ist, bleibt unklar.
Die Verantwortlichen von Gladbach, angeführt von Sportdirektor Rouven Schröder, sind derzeit auf der Suche nach geeigneten Alternativen und haben dabei einen Namen ins Auge gefasst, der in der Bundesliga für Stabilität, Robustheit und Führungsqualität steht: Rani Khedira. Der 32-Jährige von Union Berlin rückt laut Sky als möglicher Baustein für eine Neuordnung im Zentrum in den Fokus.
Berichten zufolge haben bereits konkrete Gespräche mit der Spielerseite stattgefunden, jedoch gab es bisher keinen direkten Austausch zwischen den Vereinen. Khedira hat bei den Eisernen noch einen Vertrag bis 2027, sodass die Fohlen einige Transfer-Hürden überwinden müssten, um den Bruder des DFB-Weltmeisters Sami Khedira nach Gladbach zu holen.
Trotzdem wäre diese Verpflichtung für Borussia sinnvoll. Khedira bringt Erfahrung, Mentalität und Zuverlässigkeit mit. In dieser Saison stand er 32 Mal in der Startelf von Union und erzielte insgesamt fünf Tore und zwei Vorlagen. Sein aktueller Marktwert liegt laut transfermarkt.de bei zwei Millionen Euro.
Khedira selbst zeigt sich hinsichtlich seiner sportlichen Zukunft zurückhaltend. Auf die Frage, ob er sich nach der WM 2026, für die er hofft, mit Tunesien spielen zu können, noch im Trikot von Union Berlin sieht, wird er von der Bild mit den Worten zitiert: „Ich habe hier noch einen laufenden Vertrag. Von daher ist aktuell davon auszugehen.“ Ein Treueschwur klingt jedenfalls anders.