Unklarheit über die Zukunft von Dayot Upamecano beim FC Bayern
Dayot Upamecanos Rolle beim FC Bayern ist entscheidend, doch seine Zukunft bleibt ungewiss. Die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung kommen nicht voran, und eine Einigung ist derzeit nicht in Sicht.
München – Upamecano hat sich beim FC Bayern zu einer festen Größe in der Defensive entwickelt. Obwohl sein Vertrag bis 2026 läuft, stagnieren die Gespräche über eine mögliche Verlängerung. Internationale Topklubs wittern bereits ihre Chance.
Sportvorstand Max Eberl zeigte sich zuletzt gelassen, als er auf die sportliche Zukunft von Upamecano angesprochen wurde: „Elles ont eu lieu“ [„Sie finden statt“ auf Französisch]. „Très bien. Mehr Französisch kann ich nicht. Deshalb sind wir auch noch nicht weitergekommen“ [lacht], erklärte er im Gespräch mit der Abendzeitung München. Dieser Scherz hat jedoch einen ernsten Hintergrund: Die Verhandlungen dauern an, doch es gibt bislang keine Ergebnisse.
Der 26-Jährige hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit Kritik zu kämpfen. In der letzten Saison stabilisierte er sich jedoch und ist mittlerweile aus den Plänen von Trainer Vincent Kompany nicht mehr wegzudenken. Gemeinsam mit Neuzugang Jonathan Tah soll er das Abwehrzentrum der Münchner über Jahre prägen – ein klares Zeichen für seinen sportlichen Stellenwert.
Die Unterschrift unter ein neues Arbeitspapier lässt jedoch auf sich warten. Bayern möchte das Risiko eines ablösefreien Abgangs unbedingt vermeiden, nachdem in der Vergangenheit bereits prominente Spieler wie David Alaba ohne Transfererlös den Verein verlassen haben.
Upamecano hat sich zuletzt sowohl in der Bundesliga als auch im Trikot der französischen Nationalmannschaft in bestechender Form gezeigt, was auch außerhalb Deutschlands nicht unbemerkt geblieben ist. Real Madrid, Manchester United und Paris Saint-Germain gelten als potenzielle Interessenten. Auch der FC Barcelona wird in spanischen Medien als möglicher Abnehmer genannt. Je länger die Gespräche stocken, desto attraktiver wird Upamecano für die Konkurrenz. Ein Innenverteidiger im besten Alter, mit internationaler Erfahrung und Vertrag bis 2026 – ein Paket, das Begehrlichkeiten weckt.
Für die sportliche Leitung rund um Eberl und Christoph Freund bedeutet dies: Handlungsbedarf. Die Verantwortlichen sind sich bewusst, dass sie schnell eine Lösung finden müssen, bevor das Interesse aus dem Ausland konkreter wird. Upamecano ist in München als Stammspieler fest eingeplant und bringt physische Präsenz sowie taktisches Verständnis mit – genau das, was Kompany für seine Spielidee benötigt. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)