Unruhe beim FC Bayern: Uli Hoeneß' Aussage könnte Max Eberls Zukunft gefährden
Eine Äußerung von Uli Hoeneß sorgt beim FC Bayern für erhebliche Unruhe und könnte laut Einschätzung der BILD sogar das Ende von Sportvorstand Max Eberl bedeuten.
München – In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung äußerte der Ehrenpräsident: „Ich würde sehr dafür plädieren, den Kader noch aufzufüllen mit einem Leihspieler, der bis zum 30. Juni 2026 unter Vertrag genommen wird.“ Diese Aussage hat weitreichende Folgen, denn was Hoeneß beim FC Bayern sagt, wird in der Regel als verbindliche Richtlinie angesehen.
Für Eberl stellt diese Vorgabe einen Rückschlag dar. Der 51-Jährige hatte geplant, die durch die Abgänge von Thomas Müller, Leroy Sané, Kingsley Coman und Mathys Tel entstandenen Lücken zu nutzen, um gezielt in neue Spieler zu investieren. Nach dem rund 30-Millionen-Euro-Transfer von Coman zu Al-Nassr und gescheiterten Gesprächen um Nick Woltemade war sogar zusätzliches Geld vorhanden. Eberl hatte fest damit gerechnet, diese Mittel in eine echte Verstärkung investieren zu dürfen.
Doch Hoeneß' klare Linie durchkreuzt diese Pläne. Besonders ein Wechsel von Christopher Nkunku steht nun auf der Kippe. Chelsea möchte den Offensivspieler nur verkaufen – für rund 50 Millionen Euro. Da Bayern jedoch lediglich ein Leihmodell anstreben kann, könnte ausgerechnet RB Leipzig profitieren und den Franzosen zurückholen.
Auch Eberls bisherige Transferbilanz steht nun zur Debatte. Luis Diaz wurde für 67,5 Millionen Euro verpflichtet und kann insgesamt bis zu 75 Millionen Euro kosten. Zudem wurden Jonathan Tah und das Talent Tom Bischof geholt. Auf der anderen Seite verlor der Klub mehrere Schlüsselspieler.
Ob dieser Kurs mit den Vorstellungen des Hoeneß-Lagers vereinbar ist, muss nun hinterfragt werden. Die BILD bewertet die Situation als besonders brisant: „Deshalb kann dieser eine Hoeneß-Satz am Ende Eberl sogar den Job kosten!“, heißt es in dem Bericht. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)