Unruhe um Jude Bellingham nach Auswechslung im Qualifikationsspiel
Ein sportlich unbedeutendes Qualifikationsspiel sorgt in England für Aufregung, ausgelöst durch die Reaktion von Jude Bellingham nach seiner Auswechslung.
England-Trainer Thomas Tuchel sendete nach dem souveränen 2:0-Sieg gegen Albanien ein klares Signal an seinen Mittelfeldstar Jude Bellingham. Der 22-Jährige, der erstmals seit über fünf Monaten wieder in der Startelf stand, zeigte zwar eine starke Leistung, sorgte jedoch mit seiner Reaktion auf die Auswechslung in der 84. Minute für Schlagzeilen. Bellingham ließ seinen Frust deutlich erkennen, was Tuchel nach dem Spiel kommentierte.
Auf die Frage eines Journalisten, ob Bellingham sich mit seinem Verhalten dem Team unterordne, antwortete Tuchel eindeutig: „Das macht einen schlechten Eindruck.“ Der deutsche Coach kündigte an, die Situation eingehend zu analysieren.
Sein Appell war klar: „Jeder muss sich unterordnen und auch schwierige Entscheidungen akzeptieren.“ Individuelle Emotionen dürften das Teamgefüge nicht überlagern, so Tuchel.
Bellingham hatte bereits während der Partie für Aufsehen gesorgt, indem er zur Halbzeit sein Trikot tauschte. Während diese Aktion noch harmlos schien, wurde sein Verhalten beim Verlassen des Spielfelds viral. Tuchel relativierte jedoch die Situation: „Man sollte aus der Sache nicht mehr machen, als es ist.“
Trotz der kleinen Turbulenzen erledigte die Nationalmannschaft ihre Aufgaben auf dem Platz: Harry Kane erzielte in der 74. Minute das Führungstor und legte kurz darauf das 2:0 nach. Mit diesem Sieg sicherte sich England eine makellose WM-Qualifikation – ohne Punktverlust und ohne Gegentor.
Tuchel, der Anfang 2025 mit dem klaren Ziel angetreten ist, England zur WM 2026 zu führen, hat damit ein starkes Fundament gelegt. In der aktuellen Form dürfte das Mutterland des Fußballs beim Turnier in Nordamerika definitiv zu den Favoriten zählen.