Verhandlungen um Karim Adeyemi bei Borussia Dortmund kompliziert
Borussia Dortmund plant, den Vertrag mit Karim Adeyemi zu verlängern, doch die Verhandlungen gestalten sich schwierig. Mehrere Faktoren könnten die Gespräche gefährden.
Dortmund – Die Zukunft von Karim Adeyemi bei Borussia Dortmund entwickelt sich zunehmend zu einem wiederkehrenden Thema, und die Situation erscheint komplizierter denn je. Zahlreiche Berichte deuten auf einen festgefahrenen Vertrags-Poker hin, während gleichzeitig neue Faktoren für zusätzliche Unsicherheit sorgen.
Auslöser war zunächst ein Bericht aus der Schweiz, der besagte, dass Adeyemi bereits beschlossen habe, Dortmund im Sommer 2026 zu verlassen, um nach der WM einen lukrativen Vertrag bei einem anderen Verein zu unterschreiben. Diese Darstellung wurde zwar schnell relativiert – Sky Deutschland stellte klar, dass es bislang keine endgültige Entscheidung gebe –, doch sie verdeutlicht die angespannte Lage. Ob eine Vertragsverlängerung, ein Verbleib ohne neuen Vertrag oder sogar ein Verkauf: Alle Optionen liegen auf dem Tisch.
Fest steht: Eine Vertragsverlängerung über 2027 hinaus wird für den BVB kostspielig. Adeyemi verdient derzeit rund 5,7 Millionen Euro pro Jahr (475.000 Euro monatlich). Dortmund bietet ihm laut übereinstimmenden Informationen eine Erhöhung auf 7,2 Millionen Euro jährlich (600.000 Euro monatlich) an. Für Adeyemis neuen Berater, Jorge Mendes, ist das jedoch nicht ausreichend – er fordert ein deutlich attraktiveres Gesamtpaket.
Noch entscheidender ist Mendes’ zweite Bedingung: Eine Ausstiegsklausel muss laut Sky zwingend in den Vertrag integriert werden. Der BVB lehnt solche Klauseln in der Regel ab und zeigt sich hier entsprechend widerwillig. Intern heißt es jedoch, dass man bei einer Ablöse zwischen 75 und 80 Millionen Euro gesprächsbereit wäre.
Parallel führt Mendes bereits Gespräche mit anderen Vereinen, darunter Manchester United, das den Flügelspieler seit Monaten beobachtet. Externe Experten wie Sacha Tavolieri bestätigen, dass Adeyemi über einen Abschied nachdenkt.
Zusätzlich hat Adeyemi in letzter Zeit auch abseits des Platzes für Aufsehen gesorgt: Eine Verurteilung wegen illegalen Waffenbesitzes beschäftigt den Verein. Der BVB plant, den Vorfall zunächst intern aufzuarbeiten und nach der Länderspielpause Gespräche zu führen. Konsequenzen innerhalb des Klubs sind nicht ausgeschlossen.
Trotz Formschwankungen bleibt Adeyemi sportlich ein wichtiger Bestandteil des BVB: Seit seinem Wechsel aus Salzburg 2022 für 30 Millionen Euro erzielte er in 121 Pflichtspielen 29 Tore und 22 Assists. Dennoch steht mehr denn je die Frage im Raum, ob seine Zukunft weiterhin in Dortmund liegt. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit bvbwld.de/)