Verletztenliste von Borussia Dortmund wird kürzer: Duranville naht Comeback
Die Verletztenliste von Borussia Dortmund wird immer kürzer. Youngster Julien Duranville könnte bald wieder eine Option für den Kader von Trainer Niko Kovac werden.
Der BVB hat einen vielversprechenden Start in die neue Saison hingelegt. Kovac hat es geschafft, seine Spielidee nachhaltig in der Mannschaft zu verankern. In der Bundesliga gab es lediglich eine Niederlage gegen die Bayern, während die Borussia in der Champions League aus drei Spielen sieben Punkte holte. Auch im DFB-Pokal setzte sich das Team gegen Eintracht Frankfurt durch und steht nun im Achtelfinale.
Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg ist die Rückkehr von Abwehrchef Nico Schlotterbeck, der Stabilität ins Kovac-System bringt und die Verletztenliste verkleinert. Momentan stehen nur noch zwei Spieler auf der Liste, wobei einer von ihnen kurz vor einem Comeback steht. Kapitän Emre Can kämpft weiterhin mit Adduktorenbeschwerden, während Duranville Fortschritte macht.
Auf der Pressekonferenz vor dem Liga-Spiel gegen Augsburg deutete Kovac an, dass es von ärztlicher Seite „grünes Licht“ gebe. Der belgische Flügelflitzer sei also wieder einsatzbereit. „Nach drei, vier Monaten ist es wichtig, dass er Spielminuten bekommt. Diese wird er sicherlich zunächst bei der U23 sammeln“, erklärte der BVB-Coach. Ein Einsatz am Wochenende hält er ebenfalls für möglich. Am Sonntag empfängt die Dortmunder Reserve den 1. FC Bocholt in der Regionalliga West.
Duranville hatte sich bei der Klub-WM im Juli gegen Real Madrid eine Schultereckgelenksprengung zugezogen und fiel seitdem aus. Zudem ist der 19-Jährige verletzungsanfällig, was ihm oft die Möglichkeit nahm, sein Potenzial zu zeigen. Kovac ist jedoch von Duranvilles Fähigkeiten überzeugt. „Juju ist ein technisch versierter, starker Spieler“, betonte der Coach und hob seine Schnelligkeit hervor.
Wenn Duranville spielte, sorgte er häufig für positive Impulse im Dortmunder Offensivspiel. In der vergangenen Saison kam er vor allem zu Kurzeinsätzen, erzielte dabei einen Treffer und bereitete ein weiteres vor. Kovac ist sich der Fähigkeiten Duranvilles bewusst, setzt jedoch auf Vorsicht.
„Man muss dem Jungen auch die Zeit geben, um sich erst wiederzufinden“, sagte Kovac und versicherte: „Da gibt es keine überstürzten Handlungen unsererseits.“ Wann Duranville wieder ein Faktor für die Profi-Elf wird und ob er sein Können langfristig unter Beweis stellen kann, bleibt abzuwarten.