Vertragslage von VfB-Stürmer Deniz Undav im Fokus
Der Vertrag von VfB-Stürmer Deniz Undav läuft im Sommer 2027 aus. Der Verein möchte den 29-Jährigen langfristig binden, jedoch erst, wenn mehr Planungssicherheit besteht.
In dieser Saison hat Deniz Undav mit 24 Toren eine beeindruckende Bilanz im Trikot des VfB Stuttgart vorzuweisen und ist damit der treffsicherste deutsche Stürmer in den Top-Ligen Europas. Zusätzlich hat er 13 Vorlagen beigesteuert, was ihn zum Top-Scorer des VfB macht. In der Bundesliga wird er lediglich von den Stars des FC Bayern, Harry Kane, Luis Diaz und Michael Olise, übertroffen. Der DFB-Stürmer zeigt sich in WM-Form.
Die Zukunft von Undav nach dem Turnier im Sommer ist jedoch noch unklar. Sein Vertrag beim VfB läuft nur bis 2027, und der Verein möchte ihn gerne darüber hinaus an sich binden. Die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung sind jedoch auch abhängig von den sportlichen Leistungen des VfB zum Saisonende.
„Wir wissen, was wir an ihm haben“, betonte der Vorstandsvorsitzende des VfB, Alexander Wehrle, gegenüber Sky. „Er hat eine hervorragende Quote, ist ein großartiger Mensch, den ich persönlich sehr schätze. Ich würde mir wünschen, dass wir eine Einigung erzielen“, fügte der 51-Jährige hinzu, wies jedoch darauf hin, dass die Verantwortlichen auch eine Gesamtverantwortung tragen. „Das muss auch in den finanziellen Rahmen passen“, so Wehrle weiter.
„Wir stehen in regelmäßigem Austausch mit seinen Beratern und wollen dies spätestens nach der Saison intensivieren“, erklärte er weiter. Bis dahin sollte der VfB auch Planungssicherheit darüber haben, welche sportlichen Ziele in der kommenden Saison verfolgt werden können. Der Verein befindet sich aktuell auf Champions-League-Kurs als Tabellenvierter.
Wenn die Qualifikation für die Königsklasse tatsächlich gelingt, hätte man „sicherlich mehr Spielraum“ in den Vertragsverhandlungen. Mit einem Jahresgehalt von rund 4,5 Millionen Euro gehört Undav bereits zu den Topverdienern des VfB. Je nach Saisonverlauf könnte dieses Gehalt in den kommenden Jahren weiter steigen.
„Wir haben jedoch auch Gehaltskosten, die wir stemmen müssen. Unsere Verträge sind so gestaltet, dass wir ein Gehalt für die Bundesliga, eines für die Europa League und eines für die Champions League haben“, so Wehrle. „Wenn wir mit den zusätzlichen Einnahmen aus der Champions League planen, dann tun wir dies mit Vernunft. Wir machen nichts Unüberlegtes.“
Der sportliche Aufschwung unter Trainer Sebastian Hoeneß hat dem Verein auch außerhalb des Rasens gutgetan. „Wir haben an Stabilität gewonnen und unser finanzielles Eigenkapital ausgebaut. Wir haben bei vier Millionen Euro begonnen und sind am Ende des letzten Geschäftsjahres bereits bei über 60 Millionen gewesen“, verriet Wehrle. „2024 hatten wir das beste Ergebnis in der Vereinsgeschichte. 2025 werden wir das noch einmal steigern.“