Vertragssituation bei Borussia Dortmund: Schlotterbeck und Adeyemi im Fokus

Vertragssituation bei Borussia Dortmund: Schlotterbeck und Adeyemi im Fokus

Borussia Dortmund plant, die beiden Spieler Karim Adeyemi und Nico Schlotterbeck langfristig im Verein zu halten. Dies wirft die Frage auf, ob eine Anpassung der Vereinspolitik notwendig ist. Sebastian Kehl, der Sportdirektor, äußerte sich dazu.

Die Vertragssituation von Schlotterbeck und Adeyemi ist für Borussia Dortmund von hoher Bedeutung. Beide Spieler sind bis 2027 an den Verein gebunden, doch dies könnte weniger Zeit bedeuten, als es zunächst scheint. In dieser Saison muss eine Vertragsverlängerung in Betracht gezogen werden, andernfalls könnte 2026 ein Verkaufsprozess notwendig werden. Zudem wird diskutiert, ob der BVB den beiden Spielern Ausstiegsklauseln einräumen sollte.

Obwohl der Verein grundsätzlich von Ausstiegsklauseln Abstand genommen hat, gibt es in Einzelfällen dennoch Ausnahmen. Vor dem Spiel gegen den FC Augsburg am Freitag bekräftigte Sebastian Kehl bei Sky seine Position zu diesem sensiblen Thema. Seine Aussagen verdeutlichten das Dilemma, in dem sich der Verein befindet: Auf der einen Seite lehnt Kehl Ausstiegsklauseln entschieden ab, auf der anderen Seite steht der mögliche Verlust zweier Schlüsselspieler im Raum.

„Ich bin in meiner Position kein großer Fan von Ausstiegsklauseln“, stellte Kehl klar. Der ehemalige Kapitän des BVB betonte seine Philosophie: „Ich setze mich dafür ein, dass wir Spieler haben, die sich voll und ganz dem Klub widmen und nicht über ihre zukünftigen Möglichkeiten nachdenken.“

Ob sich diese Haltung durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Insbesondere im Fall von Adeyemi, der von Starberater Jorge Mendes betreut wird, gilt es als nahezu ausgeschlossen, dass er auf eine Klausel verzichten würde, wie Sport Bild berichtete. Schlotterbeck hingegen erkennt derzeit, wie stark seine Position auf dem Markt ist.

Die Verantwortlichen von Dortmund diskutieren intern, ob sie den beiden deutschen Nationalspielern Ausstiegsklauseln gewähren sollten. Seit dem schmerzhaften Abgang von Mario Götze zum FC Bayern 2013 für rund 37 Millionen Euro hat der BVB weitgehend solche Vertragsklauseln vermieden. In Ausnahmefällen, wie bei Erling Haaland oder Serhou Guirassy, wurden jedoch Zugeständnisse gemacht.

Haaland verließ Dortmund 2022 für lediglich 60 Millionen Euro in Richtung Manchester City, was unter dem Marktwert lag, und ging damit zu einem kommenden Champions-League-Gegner. Ohne diese Klausel wäre der Norweger jedoch möglicherweise nicht zum BVB gewechselt, sondern zu Leipzig. Attraktive Klauseln für Spieler positionieren sich häufig unterhalb des Marktwerts.

Eine noch schlimmere Alternative wäre jedoch ein ablösefreier Abgang von Adeyemi und/oder Schlotterbeck zum Vertragsende 2027. „Dieses Szenario möchten wir unbedingt vermeiden“, so Kehl. Um dies zu verhindern, bleibt nur die Möglichkeit, 2026 einen Transfer zu realisieren oder eine Vertragsverlängerung zu vereinbaren.

Vor dem Spiel gegen Augsburg betonte Kehl, dass sich die Parteien noch nicht in einer kritischen Drucksituation befinden: „Wir sind bei beiden Personalien frühzeitig dran und versuchen, gemeinsam einen fairen Weg zu finden und irgendwann eine Entscheidung zu treffen. Aber so weit sind wir noch nicht.“

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