Vertragsverhandlungen bei Borussia Dortmund: Vier Spieler unter Druck
Vier Spieler von Borussia Dortmund stehen derzeit unter Beobachtung und kämpfen um neue Verträge. Bis März müssen sie ihre Leistungen zeigen, andernfalls droht ihnen das Aus beim BVB.
Im kommenden Sommer könnte bei Borussia Dortmund ein größerer Umbruch bevorstehen. Trotz der stabilen Leistungen des Teams unter Trainer Niko Kovac arbeiten die Verantwortlichen hinter den Kulissen an der Personalplanung. Mehrere Verträge laufen bis 2026 aus, und laut BILD steht für vier BVB-Profis eine klare Bewährungsfrist fest: Wer bis März nicht überzeugt, hat kaum Chancen auf eine Vertragsverlängerung.
Besonders kritisch ist die Situation für Niklas Süle. Berichten zufolge tendiert die Klubleitung zu einem Abschied des Ex-Nationalspielers, der mit etwa 14 Millionen Euro jährlich der bestverdienende Spieler im Kader ist, jedoch sportlich nur eine Nebenrolle spielt. In der internen Rangordnung ist Süle mittlerweile der fünftbeste Innenverteidiger. Die Klubführung soll von seiner Leistung beim 1:2 gegen München enttäuscht gewesen sein. Selbst eine Vertragsverlängerung zu stark reduzierten Bezügen sei laut dem Bericht kein Thema.
Auch für den Routinier Pascal Groß sieht es düster aus. Laut BILD hat der 34-Jährige seinen Platz im Mittelfeld an Felix Nmecha verloren und hat zunehmend mit seinem Tempo zu kämpfen. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, und intern wird kaum noch mit einer Verlängerung gerechnet. Groß soll sich bereits mit einem Abschied nach der Saison arrangiert haben.
Die Perspektiven für Julian Brandt sind deutlich besser. Der Spielmacher zeigt in dieser Saison ansprechende Leistungen und genießt bei Kovac hohes Ansehen. Laut BILD darf Brandt daher auf eine Vertragsverlängerung hoffen, vorausgesetzt, er kann seine starke Form über einen längeren Zeitraum abrufen.
Die Situation von Emre Can bleibt hingegen völlig offen. Der Kapitän fällt seit Monaten mit einer Adduktorenverletzung aus und könnte frühestens Ende November wieder spielen. Laut dem Bericht hängt seine Zukunft vor allem von seiner Fitness ab. Zwischen Verein und Spieler besteht zwar gegenseitige Wertschätzung, doch Can wird voraussichtlich nur dann einen neuen Vertrag erhalten, wenn er in der Rückrunde sportlich überzeugt.
Die BVB-Bosse wollen laut BILD erst im Frühjahr entscheiden, wie es mit dem Quartett weitergeht. Bis dahin gilt das Prinzip „Leistung gegen Vertrag“. Für Süle, Groß, Brandt und Can beginnt nun eine entscheidende Bewährungsphase – es geht um nichts Geringeres als ihre Zukunft bei Borussia Dortmund.