VfB Stuttgart besiegt Feyenoord und diskutiert Bundestrainer Nagelsmanns Kaderentscheidungen
Nach dem 2:0-Sieg des VfB Stuttgart gegen Feyenoord Rotterdam geriet Julian Nagelsmann in den Fokus der Diskussion. Die Entscheidung des Bundestrainers, Maximilian Mittelstädt und Angelo Stiller nicht für die kommenden Länderspiele zu nominieren, sorgte bei den Schwaben für Verwirrung.
Stuttgart – Der VfB Stuttgart sicherte sich mit einem 2:0-Sieg über Feyenoord Rotterdam drei wichtige Punkte im Rennen um die nächste Runde der Europa League. Die Tore fielen spät im Spiel: Bilal El Khannouss erzielte in der 86. Minute das 1:0, bevor Deniz Undav in der Nachspielzeit den Endstand von 2:0 herstellte.
Nach dem Abpfiff war Undav jedoch von einer anderen Thematik betroffen. Er äußerte sein Unverständnis über die Nominierungsentscheidung von Bundestrainer Nagelsmann: „Ich kann es nicht nachvollziehen. Für mich sind Maxi und Ange feste Bestandteile der Nationalmannschaft“, erklärte Undav.
Besonders zu Stiller hat Undav eine enge Beziehung. „Ich musste zweimal hinhören, als Ange mir davon erzählte“, so der Stürmer. Er fügte hinzu: „Er hat es gut verkraftet und ist nicht weinend in die Kabine gekommen. Wir haben ihm gesagt, dass er sich keine Sorgen machen muss, er ist zu gut, um nicht mehr dabei zu sein.“
Auch Fabian Wohlgemuth, der Geschäftsführer des VfB, zeigte sich überrascht über Nagelsmanns Entscheidung. In einem Gespräch mit Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports, sagte er: „Wir akzeptieren, wie er berufen hat. Er wird seine Gründe haben. Uns hat es ein wenig überrascht, dass Angelo nicht berufen wurde, da er in den letzten Wochen Fortschritte gemacht hat. Er war ein wichtiger Spieler für unsere Punkte.“
Dennoch lenkte Wohlgemuth ein, dass es wenig Sinn mache, die Angelegenheit öffentlich zu diskutieren. „Ich denke, dass wir im Nachgang über die Hintergründe mehr erfahren werden“, so Wohlgemuth. Mittelstädt, der bereits bei der letzten Länderspielreise nicht dabei war, nahm die Entscheidung gelassen hin. Er berichtete von einem konstruktiven Gespräch mit Nagelsmann und betonte, dass er wisse, was der Trainer von ihm erwarte. Sogar einen positiven Aspekt konnte er der Situation abgewinnen: „Vielleicht tut es uns beiden gut, mal eine Pause zu haben und den Kopf freizubekommen.“