VfB Stuttgart besiegt Mainz: Deniz Undav kritisiert Dominik Kohr
Der VfB Stuttgart hat den FSV Mainz 05 zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage besiegt. Trotz des erfreulichen Einzugs ins Achtelfinale des DFB-Pokals (2:0) war Deniz Undav nach dem Spiel verärgert. Der Grund dafür war das Verhalten seines Gegenspielers Dominik Kohr.
Undav äußerte sich bei Sky und sagte: „Kohr ist bekannt dafür, Leute zu verletzen, und sollte irgendwann auch bestraft werden.“ Er fügte hinzu: „Kohr hat ständig gefoult – besonders nach seiner Gelben Karte.“ Trotz seiner wiederholten Fouls blieb Kohr auf dem Platz. In seiner Karriere hat er bereits acht Platzverweise in der Bundesliga erhalten, was ihm den geteilten Rekord mit Jens Nowotny und Luiz Gustavo einbringt.
Zusätzlich hat Kohr 102 Gelbe Karten gesehen, nur Stefan Effenberg hat in dieser Kategorie mehr. Er hat also bereits empfindliche Strafen erhalten. Undavs verbale Kritik an Kohr erinnert an die legendären Worte eines anderen VfB-Spielers: Mario Gómez.
Gómez hatte 2008 nach einem Spiel gegen den berüchtigten Karlsruher Verteidiger Maik Franz gesagt, dieser sei ein „Arschloch“ und ein „unfairer Sportsmann“, der sogar von den Schiedsrichtern geschützt werde. Infolgedessen wurde Gómez mit einer Geldstrafe von 8.000 Euro belegt.
Nach der Urteilsverkündung zeigte sich Gómez zunächst einsichtig: „Ich akzeptiere die Strafe, denn ich habe mich in der Wortwahl vergriffen.“ Doch er äußerte sich auch provokant: „Es interessiert ja niemanden, dass ich einen Außenbandriss im Sprunggelenk davon getragen habe.“ Er kritisierte zudem, dass Franz „durch die TV-Studios turnt, den dicken Max macht und stolz darauf ist.“
Im Gegensatz zu Gómez verhielt sich Deniz Undav in seinem TV-Interview jedoch im Rahmen des Erlaubten. Abgesehen von der Gelben Karte, die er wegen Meckerns erhielt, dürfte ihm, anders als Gómez, kein Nachspiel bevorstehen.