VfB Stuttgart mit Personalsorgen vor Spiel gegen Bayer Leverkusen

VfB Stuttgart mit Personalsorgen vor Spiel gegen Bayer Leverkusen

Der VfB Stuttgart hat vor dem Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen am 16. Spieltag der Bundesliga mit erheblichen Personalsorgen zu kämpfen. Dennoch gibt es einen Hoffnungsschimmer für Trainer Sebastian Hoeneß, da Sturmstar Ermedin Demirovic nach seiner Mittelfußverletzung im Oktober wieder zur Verfügung steht.

„Er ist für mich gleich ein Faktor. Da wird keine lange Eingewöhnungszeit vonnöten sein, davon bin ich überzeugt“, äußerte Hoeneß vor dem wichtigen Duell. Der 27-jährige Angreifer konnte bereits beim 3:2-Testspielsieg gegen den FC Luzern 45 Minuten spielen und hinterließ dabei einen positiven Eindruck. Seine Rückkehr könnte für das Team von großer Bedeutung sein.

Die Situation in der Offensive ist besonders angespannt, da der Pokalsieger auf zwei wichtige Spieler verzichten muss: Bilal El Khannouss befindet sich mit der marokkanischen Nationalmannschaft beim Afrika-Cup, während Tiago Tomás aufgrund einer strukturellen Verletzung wochenlang ausfallen wird. „Er hat gegen Dortmund einen Schlag in diesem Bereich abbekommen, jetzt ist es die gleiche Stelle“, erklärte Hoeneß zur Verletzung von Tomás.

Um die Blessur von Tomás auszukurieren, wird der Portugiese behutsam aufgebaut. Gleichzeitig wird Neuzugang Jeremy Arévalo sein Debüt im Kader feiern. Der 20-jährige Ecuadorianer wechselte für sieben Millionen Euro von Santander nach Stuttgart und erhielt einen Vertrag bis 2031. „Jeremy ist erst 20 und war auch in Spanien noch nicht lange auf Top-Niveau unterwegs. Er kommt in eine neue Liga, eine neue Kultur, und plötzlich sind es minus drei Grad“, dämpfte Hoeneß die Erwartungen an den jungen Spieler.

„Er ist ein Versprechen für die Zukunft, mit der berechtigten Hoffnung, dass er uns schon in diesem Jahr neue Impulse geben kann“, fügte der Trainer hinzu. Für das Spiel gegen Leverkusen werden voraussichtlich acht Feldspieler ausfallen, was die Situation in der Innenverteidigung besonders schwierig macht: Jeff Chabot und Ramon Hendriks sind derzeit die einzigen Innenverteidiger, die fit sind.

Bei Finn Jeltsch (Rücken) besteht noch Hoffnung auf einen Platz auf der Bank, einen Einsatz in der Startelf schloss Hoeneß jedoch aus. Weitere verletzte Spieler sind: Dan-Axel Zagadou (Reha nach Muskelverletzung), Luca Jaquez (Oberschenkel), Ameen Al-Dakhil (krank), Lazar Jovanovic (Rücken) und Jovan Milosevic (Hand). Für den VfB, der zuletzt 2018 gegen die Werkself gewann, wird es eine schwierige Aufgabe in Leverkusen.

Die voraussichtliche Aufstellung lautet: Nübel – Vagnoman, Chabot, Hendriks, Mittelstädt – Karazor, Stiller – Leweling, Undav, Nartey – Demirovic.

Bayer Leverkusen hat nach anfänglichen Schwierigkeiten wieder in die Spur gefunden. „Leverkusen ist in einer sehr guten Verfassung. Nach anfänglichen Problemen und einem großen Umbruch haben sie es jetzt sehr gut hinbekommen“, warnte Hoeneß. Dennoch sieht der 43-Jährige Chancen für sein Team: „Wir sind nicht so weit weg von ihnen. Deswegen rechnen wir uns schon etwas aus.“

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