VfB Stuttgart wehrt sich gegen Transfergerüchte um Angelo Stiller
Angelo Stiller steht angeblich im Interesse von Manchester United und anderen Topklubs. Fabian Wohlgemuth, der Sportvorstand des VfB Stuttgart, hat zu den sich wiederholenden Transfergerüchten eine klare Meinung.
Stuttgart – Die jüngsten Transfergerüchte um Angelo Stiller sorgen beim VfB Stuttgart für zunehmende Unruhe. Während namhafte Vereine wie Manchester United und Real Madrid Interesse an dem Mittelfeldspieler zeigen, reagiert VfB-Boss Fabian Wohlgemuth mit Unverständnis auf die ständigen Spekulationen über einen Wechsel.
Am Rande des Spiels gegen Istanbul äußerte der Stuttgarter Sportvorstand deutlich: „Ganz ehrlich, es kann doch wirklich niemand glauben, dass wir jetzt schon wieder anfangen, Runden zu drehen, nur weil jemand irgendwo gerne mit Preisschildern hantiert. Angelo ist ein besonderer und sehr wichtiger Spieler für uns. Wir brauchen Angelo und werden ganz sicher nicht das Schattenboxen um irgendwelche Angebote und Preisschilder anfangen, die es gar nicht gibt.“
Die Situation ist klar: Der VfB möchte sich im Falle eines Transfers von Stiller nicht unter Wert verkaufen. Laut Informationen von Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports, streben die Schwaben eine Ablösesumme von deutlich über 50 Millionen Euro an. Zwar hat Stiller eine Ausstiegsklausel in Höhe von rund 40 Millionen Euro, die im kommenden Sommer greift, doch der Klub kann diese für zwei Millionen Euro abkaufen und damit seine Verhandlungsposition erheblich verbessern.
Der 24-Jährige selbst fühlt sich in Stuttgart wohl, kann sich jedoch im Sommer 2026 durchaus den nächsten Karriereschritt vorstellen. Seine jüngste beeindruckende Leistung gegen den VfL Wolfsburg (3:0), bei der er ein Tor erzielte und eine Vorlage gab, unterstreicht einmal mehr, warum internationale Topklubs an dem deutschen Nationalspieler interessiert sind.
Für den VfB wird es eine Gratwanderung: Einerseits möchte man den Leistungsträger halten, andererseits im Ernstfall eine maximale Ablöse erzielen. Sollte Stiller den Verein verlassen, könnte das Rampenlicht auf Chema Andres fallen. Der spanische Youngster zeigt derzeit starke Leistungen im Dress der Schwaben und hat sogar bereits Kapitän Atakan Karazor verdrängt.
Allerdings könnte bis dahin auch Chema bereits in den Fokus anderer Klubs geraten, da sein Jugendverein, Real Madrid, sich eine Rückkaufoption von 13,5 Millionen Euro für den defensiven Mittelfeldspieler gesichert hat.