Vincent Kompany: Vom Schalke-Interesse zum Bayern-Erfolg

Vincent Kompany: Vom Schalke-Interesse zum Bayern-Erfolg

Vincent Kompany hat beim FC Bayern München einen bemerkenswerten Aufstieg als Trainer erlebt. Seine Karriere hätte jedoch auch einen anderen Verlauf nehmen können.

Gelsenkirchen/München – Nachdem der FC Bayern im Sommer 2024 nach einer intensiven Trainersuche Vincent Kompany als Nachfolger von Thomas Tuchel vorgestellt hatte, wurde diese Entscheidung von vielen zunächst als Notlösung betrachtet. Mittlerweile ist der deutsche Rekordmeister jedoch äußerst zufrieden mit der Wahl, da Kompany der erste Bayern-Trainer seit Louis van Gaal ist, dessen Vertrag vorzeitig verlängert wurde.

Wie Rouven Schröder, der neue Sportchef von Borussia Mönchengladbach, enthüllte, war er einst daran interessiert, Kompany zum FC Schalke 04 zu holen. „Als er in Anderlecht war und wir auf Schalke nach einem Trainer für die Bundesliga suchten, wollte ich unbedingt mit einem so talentierten Spieler sprechen“, sagte Schröder in der Sendung Sky90.

Schröder, der von 2021 bis 2022 Sportdirektor bei Schalke war, musste nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga einen Nachfolger für Interimstrainer Michael Büskens finden. Kompany, der zu diesem Zeitpunkt bereits ein Jahr als Spielertrainer und zwei Jahre als Cheftrainer von RSC Anderlecht tätig war, galt als Schröders Wunschkandidat.

„Das war eines der besten Gespräche, die man mit einem Trainer führen kann. Ein junger, aufstrebender Trainer. Die Tür öffnete sich, er ist riesengroß und super vorbereitet“, schwärmt der 50-Jährige noch heute von Kompany. Letztendlich führte Kompanys Weg jedoch nicht nach Gelsenkirchen, sondern in die englische Championship zum FC Burnley, wo er weitere zwei Jahre verbrachte, bevor er im Sommer 2024 schließlich nach München wechselte.

Laut Schröder wäre eine Zusammenarbeit mit Kompany für Schalke schlichtweg zu kostspielig gewesen. „Es lag letztlich an seinem großen Staff. Wir haben dann nicht weiter gesprochen, da es schnell klar wurde, dass es finanziell nicht machbar war. Es passte einfach nicht ins Budget“, bedauert er und verweist darauf, dass mehrere Klubs an Kompany interessiert waren. „Ob wir den Zuschlag bekommen hätten, ist unklar.“

Stattdessen entschied sich Schröder, Frank Kramer zu verpflichten, der nach nur wenigen Monaten entlassen wurde. Schröder legte sein Amt als Schalke-Sportdirektor kurze Zeit später freiwillig nieder. Kompany hingegen erlebte einen steilen Aufstieg und wurde in seiner ersten Saison in München sofort Meister. Zudem ist er der erste Bayern-Trainer seit Louis van Gaal, dessen Vertrag vorzeitig verlängert wurde. (dwe)

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