Watzke reflektiert über die Rivalität mit Hoeneß
Das Verhältnis zwischen Bayern-Ikone Uli Hoeneß und den Verantwortlichen von Borussia Dortmund war nicht immer unproblematisch. In einem aktuellen Interview hat BVB-Chef Hans-Joachim Watzke interessante Einblicke gegeben.
Die Begegnungen zwischen Bayern München und Borussia Dortmund ziehen jedes Jahr die Aufmerksamkeit der Fußballfans in Deutschland auf sich. Obwohl der Rekordmeister Bayern schon seit geraumer Zeit die Liga dominiert, sieht der BVB in jedem Aufeinandertreffen Chancen auf Erfolg. Auch abseits des Spielfelds gab es zwischen den Verantwortlichen einige hitzige Auseinandersetzungen.
Insbesondere Hans-Joachim Watzke und Uli Hoeneß lieferten sich zahlreiche Wortgefechte, die auch heute noch gerne in Rückblicken betrachtet werden. Doch die Zeiten haben sich geändert; viele der alten Protagonisten haben das Ruder bereits an Nachfolger übergeben oder stehen kurz vor dem Ruhestand.
Für Watzke wird das bevorstehende Duell gegen Bayern das letzte als Geschäftsführer von Borussia Dortmund sein, da er im November abgewählt wird. Vor dem Klassiker äußerte er am Mikrofon von Sky, dass sich sein Verhältnis zu Hoeneß im Laufe der Jahre verbessert habe: „Das Verhältnis mit Uli Hoeneß ist jedes Jahr besser geworden. Kalle (Rummenigge), Uli und ich waren noch andere Typen. Wir haben uns auch mal richtig etwas vor die Knochen gehauen.“
Watzke glaubt nicht an eine ähnliche hitzige Rivalität zwischen den neuen Verantwortlichen wie Ricken oder Eberl: „Die neue Generation ist ein bisschen vernünftiger. Ich bin vielleicht auch ein bisschen altersmilde geworden; es ist eine andere Gesellschaft. So wie wir uns bekämpft haben, das würde heute nicht jeder gut finden.“
„Wir waren einfach leidenschaftlich, dann gab es kein Pardon. Wir waren die Generation, die gesagt hat, was sie gedacht hat. Ob es gut für uns oder schlecht war, wir haben es einfach ausgesprochen“, so der BVB-Geschäftsführer. Diese versöhnlichen Töne gegenüber dem FC Bayern markieren das Ende seiner Amtszeit.
Jetzt steht jedoch zunächst der sportliche Wettkampf zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund im Vordergrund. Obwohl Bayern als klarer Titelfavorit gilt, gab es in den letzten Wochen einige Kampfansagen aus Dortmund. Watzke wird sich sicherlich freuen, wenn der Meisterschaftskampf bis zum Schluss spannend bleibt.