Winterwetter gefährdet Bundesliga-Spiele

Winterwetter gefährdet Bundesliga-Spiele

Der Start der Bundesliga nach der Winterpause steht auf der Kippe, da Schnee- und Sturmchaos möglicherweise zu Spielabsagen führen könnten.

Update vom 9. Januar 2026, 13:15 Uhr: Das Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig, das am Samstag um 15:30 Uhr am Millerntor stattfinden sollte, wurde aufgrund extremer Schneeverhältnisse abgesagt. Diese Information wurde von der Bild aus Behördenkreisen bestätigt, jedoch gibt es von Vereinsseite noch keine offizielle Bestätigung der Absage.

In der ersten Meldung vom 8. Januar 2026 berichtete Hamburg über das Sturmtief „Elli“, das mit extremen Winterwetter mehrere Bundesliga-Spiele am Wochenende bedroht. Besonders im Norden und in Berlin werden heftige Schneefälle, Sturm und Eisregen erwartet, die zu Spielabsagen führen könnten. Ein Sprecher der DFL erklärte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: „Wir beobachten die Wettersituation und stehen mit den Beteiligten im Austausch.“

Besonders gefährdet ist das Heimspiel des FC St. Pauli gegen RB Leipzig am Samstag. Der Hamburger Verein teilte auf seiner Internetseite mit: „Angesichts der Wetterlage können wir nicht garantieren, dass das Spiel unter den gegebenen Umständen stattfinden kann.“ Der Klub bemühe sich zwar, die Partie zu ermöglichen, müsse jedoch abwarten, wie sich die Wetterlage entwickelt und ob weitere heftige Schneefälle eintreten.

Der Deutsche Wetterdienst hat bereits eine amtliche Unwetterwarnung wegen der vorhergesagten Schneefälle und des stürmischen Wetters mit Böen bis zu 70 Kilometern pro Stunde herausgegeben. Diese Warnung gilt für Hamburg und Umgebung, den Norden Niedersachsens sowie den Süden und Westen Schleswig-Holsteins. Aufgrund des Sturmtiefs bleiben am Freitag in Bremen und Hamburg sogar die Schulen geschlossen.

Ähnliche Bedenken wie die Paulianer hat auch Werder Bremen vor dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim. Der Verein hat 50 zusätzliche Mitarbeiter engagiert, um die Bereiche rund um das Weserstadion vom Schnee zu befreien und gegebenenfalls während der Partie zu räumen. Bremens Mediendirektor Christoph Pieper äußerte dazu: „Was passiert, wenn zwei Meter Schnee fallen, wage ich nicht zu beurteilen.“

Bei der Pressekonferenz zum Spieltag appellierte Werder Bremen an die Fans, nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Ein Verkehrschaos, das durch Blitz-Eis und das erhöhte Verkehrsaufkommen rund um ein Fußballspiel entstehen könnte, könnte die beste Vorbereitung eines Vereins erheblich beeinträchtigen.

In Berlin wird bereits rund um die Alte Försterei angepackt. Nach einem Aufruf des Fanklubs haben einige Fans die Wege und Einlasstore vom Eis und Schnee befreit, um das Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 zu ermöglichen. Ob dies jedoch ausreicht, wenn ständig neuer Schnee hinzukommt und die Freiwilligen an ihre körperlichen Grenzen stoßen, wird sich spätestens am Samstagmittag herausstellen.

Insgesamt bleibt die Lage unübersichtlich. Der Umfang des Chaos ist derzeit nicht abzusehen. Zudem werden auch die einzelnen Kommunen ein Mitspracherecht haben. Selbst wenn die Stadien und deren Umgebung sicher sind, könnten Verkehrsaufkommen in der Region die Situation unnötig belasten, und Notfallkräfte würden sich über Entlastungen in Form einer Spielabsage sicherlich nicht beschweren.

Immerhin scheint der Start ins neue Bundesliga-Jahr gesichert zu sein. „Nach Einschätzung der zuständigen Behörden gibt es aktuell keinen Grund zur Annahme, dass das Spiel am Freitag nicht wie geplant stattfinden kann“, teilte Eintracht Frankfurt vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund mit. Auch hier wurde zusätzliches Personal akquiriert.

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