WM-Finale: Argentinien als Albtraum für Spanien

WM-Finale: Argentinien als Albtraum für Spanien

Destruktiv und mental herausfordernd: TV-Expertin Valentina Maceri erläutert in der "WM-WG", warum Argentinien für Spanien im Finale zum Albtraum werden könnte.

München – Das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien begeistert die Fußballwelt. Während viele den spielerischen Glanz der Europäer loben, warnt TV-Expertin Valentina Maceri in der „WM-WG“ von Absolut Fussball (powered by IPPEN.MEDIA) eindringlich vor den Stärken der Südamerikaner. Das Erfolgsgeheimnis der Albiceleste sieht sie in einer gefährlichen Mischung aus Weltklasse und psychologischem Druck auf dem Spielfeld.

Der entscheidende Unterschied liege darin, dass Argentinien diese Härte mit absoluter Weltklasse kombiniere: „Argentinien gehört dazu, der Unterschied zu Paraguay ist, dass Argentinien mit einem der besten Fußballer aller Zeiten, Lionel Messi, gespickt ist. Zudem haben sie auch andere Weltstars in ihren Reihen.“

Die Probleme, die europäische Top-Teams mit der kämpferischen Mentalität der Südamerikaner haben, wurden bereits im Turnierverlauf deutlich, etwa beim deutschen Aus. „Man muss einfach attestieren, dass südamerikanische Mannschaften generell sehr unangenehm zu bespielen sind“, stellt Maceri klar. „Wir haben auch gesehen, wie Frankreich und Deutschland Schwierigkeiten hatten, gegen Paraguay zu bestehen.“

Der anhaltende Erfolg bei der Copa America und den Weltmeisterschaften der letzten Jahre ist für die Expertin kein Zufall. Das Team besitzt eine gefährliche Doppelnatur. „Ich glaube, dass es sehr kräftezehrend und nervenaufreibend ist, gegen sie zu spielen, weil sie auf der einen Seite diese individuelle Klasse haben, die spielentscheidend sein kann“, analysiert Maceri.

„Auf der anderen Seite spielen sie sehr destruktiv. Sie zerstören den Gegner, das Spiel des Gegners und dessen Spielfluss, und sie gehen auch mental in die Köpfe des Gegners.“ Besonders für junge Spieler wird dieses Finale zu einer brutalen Reifeprüfung, da die Argentinier gezielt versuchen, die emotionale Stabilität ihres Gegners zu brechen.

Wie leicht man dabei die Kontrolle verlieren kann, zeigte sich im Halbfinale nach dem Ausscheiden Englands. „Das ist vor allem für junge Spieler schwer. Wir werden wahrscheinlich später noch das Bild von Jude Bellingham sehen, der nach dem Pfiff seinem Gegenspieler einfach eine mitgibt. Da sieht man, wie die Nerven blank lagen“, so Maceri. Für Spaniens junge Generation wartet im Endspiel daher ein echter mentaler Härtetest.

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