WM-Schiedsrichter aus Somalia erhält Vergütung trotz Einreiseverweigerung

WM-Schiedsrichter aus Somalia erhält Vergütung trotz Einreiseverweigerung

Ein Schiedsrichter aus Somalia, Omar Artan, durfte nicht in die USA reisen, um an der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 teilzunehmen. Obwohl er nicht am Turnier teilnehmen kann, erhält er dennoch eine Vergütung von der FIFA.

Die deutsche Nationalmannschaft startete mit einem beeindruckenden 7:1-Sieg gegen Curacao in das Turnier. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die einige Fans zu wütenden Kommentaren in sozialen Medien veranlassten, zeigte das Team in der zweiten Halbzeit eine starke Leistung. Doch nicht nur sportlich hat diese WM viel zu bieten. Für Omar Artan endete die WM jedoch, bevor sie überhaupt begonnen hatte.

Der 34-Jährige war im Besitz eines gültigen Visums, als er sich auf den Weg in die USA machte. Die Behörden verweigerten ihm jedoch die Einreise und verwiesen auf Sicherheitsbedenken aufgrund angeblicher Verbindungen zu einer Terrororganisation in Somalia. Artan hätte der erste Schiedsrichter seines Landes sein können, der ein WM-Spiel leitet. Die FIFA hat nun entschieden, dass er dennoch eine Vergütung erhalten wird.

Vor wenigen Tagen bestätigte die FIFA: „Die FIFA kann bestätigen, dass Schiedsrichter Omar Artan nicht an der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 teilnehmen kann, nachdem ihm die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert wurde.“ Der Weltverband hat gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigt, dass Artan zumindest einen kleinen „Trostpreis“ erhält.

Die genaue Höhe der Prämie wird die FIFA erst nach dem Turnier bekannt geben. Zudem hat die UEFA angekündigt, dass Artan die Ehre zuteilwird, den europäischen Supercup zwischen Paris St. Germain und Crystal Palace zu leiten. Dieses Spiel findet am 12. August in Salzburg statt. Ein Vertreter des somalischen Sportministeriums äußerte sich nach dem Vorfall und zeigte sich verärgert.

„Ihm die Einreise in die Vereinigten Staaten zu verweigern und ihn daran zu hindern, geplante Spiele zu leiten, schadet nicht nur ihm persönlich, sondern untergräbt auch das Bekenntnis des Fußballs zu Fairness, Leistung und dem Geist des Fairplay“, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Für Omar Artan ist die FIFA-Vergütung nur ein geringer Trost, da er für sein Heimatland Geschichte schreiben wollte.

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