Xavi Simons verlässt RB Leipzig für Tottenham
Von Hoffnungsträger zur 'Prinzessin': Xavi Simons beendet sein Kapitel bei RB Leipzig und wechselt nach London. Der Abschied erfolgt in nüchternem Ton.
Leipzig – Erst im Januar 2025 zahlte RB Leipzig 50 Millionen Euro, um Xavi Simons von Paris Saint-Germain loszueisen und fest in der Messestadt zu verpflichten. Nun hat der Offensivspieler den Verein erneut verlassen. Chelsea war zunächst im Gespräch, letztendlich hat er sich jedoch für Tottenham entschieden. Der Abschied von seinem ehemaligen Verein verlief kühl.
Sportchef Marcel Schäfer äußerte sich sachlich zu dem Wechsel: „Wir haben ihm den Schritt in die Premier League ermöglicht, zu einem Top-Klub, der im letzten Jahr einen Titel gewonnen hat und in diesem Jahr in der Champions League spielt.“ Xavi selbst verabschiedete sich nicht persönlich von der Mannschaft, ließ jedoch ein Abschiedsvideo erstellen, in dem er sich bei den Fans, seinen Mitspielern, den Mitarbeitern, Ex-Coach Marco Rose und Ex-Manager Max Eberl bedankte. Schäfer und Ole Werner wurden hingegen nicht erwähnt.
Bereits zu Beginn der Rückrunde wurde der niederländische Nationalspieler teilweise für seine Leistungen kritisiert. Gerüchte über Unruhe in der Kabine wurden von Ex-Coach Marco Rose zurückgewiesen, der den Youngster, der gerade eine ernsthafte Verletzung überwunden hatte und noch nicht vollständig fit war, in Schutz nahm. Laut Berichten wurde Simons aufgrund seiner schwachen Leistungen und der Angst, den internationalen Wettbewerb zu verpassen, zunehmend unzufriedener, was ihm den Spitznamen „Prinzessin“ einbrachte.
Auch spielerisch konnte Simons nicht überzeugen. Nach der 0:6-Niederlage gegen den FC Bayern München äußerte sich Sat.1-Experte Markus Babbel kritisch über die Leistung des Niederländers: „Xavi Simons hat nur gelegen, nur geweint, und mit dieser Körpersprache stärkst du die Bayern, die das gnadenlos ausnutzen.“
Ex-Profi und DAZN-Experte Sami Khedira sprach vor dem Spiel gegen den 1. FC Heidenheim, nachdem der Wechsel zu Tottenham bereits vollzogen war, ebenfalls Klartext. Er bezeichnete den 22-Jährigen als „herausragenden Fußballer“ und stellte fest: „Wenn du eine andere Realität hast, dich woanders siehst und dich nicht mit dem Verein identifizierst, wie man es in vielen Spielen gesehen hat, dann musst du ihn gehen lassen und das Geld nehmen, adios.“ Khedira forderte jedoch auch RB Leipzig auf, sich selbst zu hinterfragen: „Leipzig muss ein Stück weit die Identifikation mit dem RB-Fußball wiederentdecken.“ Der Klub arbeitet derzeit intensiv daran, bis zum Ende der Transferperiode zehn Spieler (nur Profis) zu verkaufen und sieben neue zu verpflichten, um die alte DNA des Vereins wiederzubeleben.