Xavi Simons verlässt RB Leipzig für Tottenham Hotspur
Xavi Simons gehört seit dem 1. September nicht mehr zum Kader von RB Leipzig. Der ehemalige Teamkollege Christoph Baumgartner erklärt, warum der niederländische Spieler sich nicht persönlich vom Team verabschiedete.
Leipzig – Xavi Simons hat den Verein RB Leipzig verlassen, um in der Premier League bei Tottenham Hotspur zu spielen. Erst im Winter hatte RB Leipzig den Flügelspieler für 50 Millionen Euro fest von Paris Saint-Germain verpflichtet. Dennoch entschied sich Simons für einen Wechsel, der mit einem kühlen Abschied einherging. Christoph Baumgartner, ein ehemaliger Mitspieler, erläutert die Umstände.
Der Abschied von Xavi Simons war nicht nur kühl, sondern tatsächlich distanziert. Der Niederländer verabschiedete sich nicht persönlich von seinen Mannschaftskollegen. Laut RBLive nahm Christoph Baumgartner seinen Ex-Mitspieler jedoch in Schutz: „Er hat eine Nachricht in die Gruppe geschickt, es war kein großer Abschied. Aber das ging alles so schnell. Als er nach London geflogen ist, wusste er nicht einmal, ob der Wechsel zustande kommt. Da hätte ich mich auch nicht groß verabschiedet“, sagte der Österreicher und fügte hinzu: „Alles gut, er ist ein großartiger Spieler und soll zeigen, was er kann.“
Baumgartner profitiert ganz besonders von dem Wechsel des 22-Jährigen. Ursprünglich war Liverpool-Profi Harvey Elliott als Ersatz eingeplant, wurde jedoch kurz vor Ende der Transferperiode an Aston Villa ausgeliehen. „Wenn ein Spieler geht, der eine feste Größe war, und sein Platz frei wird, merkt man plötzlich, dass die Mannschaft einen braucht, und das gibt einem ein gutes Gefühl. Das habe ich relativ schnell gemerkt“, erklärte der offensive Mittelfeldspieler. „Ich wünsche Xavi das Beste, ich habe gerne mit ihm gespielt. Aber klar, wenn eine Position frei wird, muss jemand in die Rolle schlüpfen. Ich werde versuchen, das so gut wie möglich umzusetzen.“ Beim 2:0-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim erzielte er als Ersatz auf der Position von Xavi Simons nach sieben Monaten wieder ein Tor und damit den Führungstreffer.
Während Simons den Verein verlassen wollte und sich laut Bild-Informationen in der Kabine zunehmend unzufrieden zeigte, ist bei Baumgartner das Gegenteil der Fall. Nach dem Sieg gegen Heidenheim und seinem langersehnten Treffer wurde der 26-Jährige in einem Interview mit Sky nach einem möglichen Wechsel gefragt, da Crystal Palace Interesse gezeigt hatte. Doch Baumgartner bekräftigte seine Loyalität zu seinem Verein: „Ich glaube, ich kann doch ein bisschen was, auch wenn man das vielleicht nicht immer gesehen hat. Ich glaube, ich kann mehr leisten, als ich in den letzten Monaten gezeigt habe, das weiß ich. Ich muss an mich glauben, der Verein glaubt an mich, und das wurde mir in den letzten Tagen besonders klar. Daher bin ich hier am richtigen Ort.“
Auch im Kollektiv war gegen Heidenheim wieder mehr Leichtigkeit zu spüren, insbesondere im Vergleich zur 0:6-Niederlage gegen den FC Bayern München, bei der auch Xavis Körpersprache stark kritisiert wurde. „Da haben wir einen großen Schritt gemacht. Wir hatten das Gefühl, dass elf Jungs auf dem Platz standen, die füreinander gespielt haben“, so Baumgartner.