Yann Sommer: Von Bayern zur Meisterschaft in Mailand mit neuen Herausforderungen
Nach seinem Wechsel vom FC Bayern zeigt der Star-Keeper Yann Sommer auf internationalem Parkett beeindruckende Leistungen. Doch droht ihm nun ein Platz auf der Bank?
Im Januar 2023 wechselte Sommer zum FC Bayern, um kurzfristig Manuel Neuer zu ersetzen, der sich beim Skifahren schwer verletzte und für die gesamte Rückrunde ausfiel. Der damals 34-Jährige nahm die Herausforderung an und führte die Münchener zu seiner ersten Deutschen Meisterschaft in seiner Karriere.
Obwohl Sommer in seinen sechs Monaten in München gemischte Kritiken erhielt, waren seine Leistungen insgesamt solide genug, um einige internationale Top-Klubs von seinem Können zu überzeugen. Als Neuer im Sommer 2023 zurückkehrte und Sommer zur Nummer zwei degradiert wurde, verließ der Schweizer Nationalkeeper den Rekordmeister so schnell, wie er gekommen war.
Sommer wechselte in die Serie A zu Inter Mailand, wo er sich sofort als Stammtorhüter etablieren konnte. Bereits in seinem ersten Jahr gewann er mit den Bianconeri die Meisterschaft, und in der darauffolgenden Saison erreichte Sommer mit Inter das Champions-League-Finale, das jedoch mit 0:5 gegen PSG verloren ging.
Inzwischen hat Sommer bei Inter jedoch nicht mehr die unangefochtene Stellung. Beim 2:1-Sieg gegen Sassuolo am vergangenen Wochenende musste der 36-Jährige pausieren, um dem Ersatzkeeper Josep Martinez Spielzeit zu geben. Ist ein Platz auf der Bank nun die neue Realität für Sommer? Trainer Cristian Chivu gab gegenüber Fatto Quotidiano Entwarnung.
Der Rumäne betonte Sommers aktuellen Status als Nummer eins, schloss jedoch zukünftige Änderungen nicht aus. Martinez sei ebenfalls ein wichtiger Keeper. „Das Ziel ist, ihn zu integrieren. Ich möchte nicht, dass wir in Zukunft ohne Lösungen dastehen“, sagte Chivu vielsagend. Eines ist klar: Sommer wird in den kommenden Monaten härter um seine Position kämpfen müssen als bisher.