Yannik Engelhardt feiert Debüt bei Borussia Mönchengladbach und spricht über seine Zukunft

Yannik Engelhardt feiert Debüt bei Borussia Mönchengladbach und spricht über seine Zukunft

Yannik Engelhardt hat sein Debüt für Borussia Mönchengladbach im Testspiel gegen Schalke 04 gefeiert und äußerte sich direkt zu seiner Zukunft.

Mönchengladbach – Eine Leihe im Profifußball bringt stets eine gewisse Unsicherheit mit sich. Engelhardt ist zunächst für ein Jahr verpflichtet, jedoch gibt es keine Kaufoption. Borussia Mönchengladbach hat bewusst darauf verzichtet, was als Verhandlungstaktik von Sport-Geschäftsführer Roland Virkus interpretiert wird.

Obwohl es noch zu früh ist, um über die Zeit nach Sommer 2026 zu spekulieren, hat Engelhardt angedeutet, dass er sich einen Verbleib bei Borussia über die Leihe hinaus vorstellen kann. Der Neuzugang im defensiven Mittelfeld äußerte dies nach dem Abpfiff des Testspiels, das Gladbach mit 2:0 dank der Tore von Luca Netz und Franck Honorat gewonnen hat: „Wenn das hier für alle Seiten gut läuft, kann man sich auf jeden Fall vorstellen, länger hier zu bleiben. Borussia ist ein Verein mit sehr viel Tradition und Wucht, das möchte ich erst einmal genießen.“

Die Bundesliga war stets Engelhardts großer Traum, der während seines Aufenthalts in Italien ausschließlich die höchste deutsche Spielklasse verfolgt hat. 2024 wechselte er von Fortuna Düsseldorf zum ambitionierten Aufsteiger Como 1907, der von dem ehemaligen spanischen Welt- und Europameister Cesc Fábregas trainiert wird.

„Der italienische Fußball ist anders, aus der Serie A kann man brutal viel mitnehmen“, blickte Engelhardt auf sein vergangenes Jahr zurück, in dem er viel gelernt hat. „Ich kam aus der zweiten Liga und musste mich auf einiges einstellen, sowohl kulturell als auch sprachlich, aber auch in Bezug auf die Zweikampfhärte, die dort sehr hoch ist. Es gibt viele Mann-gegen-Mann-Duelle.“

Dank Fábregas hat er sich auch fußballerisch weiterentwickelt. Engelhardt sieht sich nicht nur als „Reparierer“, sondern als ballsicheren und zweikampfstarken Mittelfeldspieler. „Ich bin ein laufstarker Sechser, der versucht, alle Lücken zu schließen. Ich habe gerne den Ball am Fuß und bin strategisch. Das Bindeglied zwischen Offensive und Defensive zu sein, gefällt mir gut“, beschreibt er sein Profil.

Der Konkurrenzkampf im Mittelfeld ist groß, wobei Engelhardt voraussichtlich um einen Platz mit Philipp Sander kämpfen wird. „Auf diesem Niveau gibt es immer Konkurrenzkampf, ohne wäre es für beide Seiten schlecht. Ich akzeptiere das, und der Trainer muss entscheiden, wer dem Team am besten hilft“, zeigt sich der Neuankömmling diplomatisch.

Im Vordergrund steht für ihn, sich in die neue Mannschaft zu integrieren, bestmöglich zu trainieren und das Jahr bei Borussia zu genießen. „Das hat sich so angebahnt, das Interesse war da“, sagte Engelhardt über seinen späten Wechsel. „Irgendwann war bei Como klar, dass eine Leihe Sinn ergeben könnte. Dass es sich so spät ergibt, war nicht mein Ziel, aber ich bin froh, hier zu sein.“ Und das ist, was zählt.

Topics

Related news