Yoga und Pilates: Erfolgsfaktoren für RB Leipzigs Profis
Yoga und Pilates sind fester Bestandteil des Trainingsalltags bei RB Leipzig. Diese Praktiken erweisen sich als entscheidende Erfolgsfaktoren, und einige Spieler sind besonders begeisterte Anhänger.
Leipzig – Um die Leistung eines Fußballprofis auf das Maximum zu bringen, spielen viele Faktoren eine Rolle – sowohl auf dem Platz als auch abseits davon, körperlich und mental. Bei RB Leipzig nehmen Yoga und Pilates eine besonders wichtige Stellung ein. Seit Sommer betreut Julia Woellner die Profis als Yoga-Lehrerin und unterstützt sie sowohl bei der körperlichen Regeneration als auch bei der Entwicklung mentaler Stärke. Sportchef Marcel Schäfer betonte kürzlich in einem Interview mit Sky, wie wertvoll diese Trainingsform für die Spieler ist.
Marcel Schäfer, der zwischen 2018 und 2023 als Sportdirektor und Geschäftsführer Sport beim VfL Wolfsburg tätig war, hat bereits dort Erfahrungen in der Integration von Yoga im Profifußball gesammelt. Vor dem Bundesliga-Spiel seiner Leipziger gegen Dortmund am sechsten Spieltag (1:1) sagte der 41-Jährige: „Ich habe in meiner Historie einfach gute Erfahrungen damit gemacht. Im Fußball geht es darum, sich in jedem kleinen Detail professionell aufzustellen und sich zu verbessern. Ich glaube, das war sicherlich ein Faktor, warum wir letztes Jahr nicht so erfolgreich waren, wie wir es uns gewünscht haben.“
Es geht jedoch nicht nur darum, vor den Spielen Yoga- und Pilates-Einheiten durchzuführen oder sie zur Kreislaufaktivierung zu nutzen. „Es geht um den gesamten Alltag, den Trainingsalltag und die Vorbereitung. Es geht um Verletzungsprävention und Rumpfstabilität. Wir sind überzeugt davon und froh, dass wir Julia für uns gewinnen konnten, die wirklich einen guten Job macht.“ Sky-Expertin und ehemalige Profi-Spielerin Tabea Klemme (Turbine Potsdam und FC Arsenal) lobte diesen Ansatz ebenfalls: „Sowohl Yoga als auch Pilates sind grundlegende Voraussetzungen für Agilität. Gerade im Hochleistungsbereich benötigt es diese Flexibilität, die zur Leistungssteigerung beitragen kann.“
Julia Woellner, die Yogalehrerin von RB Leipzig, erklärt: „Wir beginnen mit Balanceübungen – diese aktivieren die Körpermitte und lockern die Hüfte. Besonders die Hüftflexibilität ist für Fußballer im Zweikampf, bei schnellen Richtungswechseln oder Sprüngen von großer Bedeutung.“ Sie betont auch die Wichtigkeit der mentalen Komponente. Durch Atemübungen, die verschiedene Techniken trainieren, sollen die Spieler zur Ruhe finden und ihre Gedanken bündeln, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Affirmationen sollen helfen, das Unterbewusstsein positiv zu beeinflussen. Auf der RB-Homepage teilte Woellner einige dieser Affirmationen: „Ich vertraue in mich selbst“, „Ich bin ruhig“, „Ich bin stark, ich bin gesund, ich bin fokussiert“, „Ich bin dankbar für mein Talent“ und „Ich weiß, dass ich alles erreichen kann.“
Die größten Yoga-Fans unter den Spielern sind David Raum, Nicolas Seiwald, Christoph Baumgartner, Johan Bakayoko, Ezechiel Banzuzi, Conrad Harder, Romulo und Kosta Nedeljkovic. „Sie fehlen bei keiner Session und holen sich in Eins-zu-Eins-Sitzungen Inspiration für neue Übungen bei mir. Ihr Interesse ist bemerkenswert“, so Woellner.