Zlatan Ibrahimović äußert Respekt für Jürgen Klopp und seine Trainerkollegen
Zlatan Ibrahimović ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten im Weltfußball. Sein Respekt für den ehemaligen BVB-Trainer Jürgen Klopp ist unübersehbar.
Rom – Der 43-jährige Schwede ist zurück im Rampenlicht: Er ziert als Cover-Star die Ultimate Edition von EA FC 26 und sorgt damit für Aufsehen in der Gaming-Welt. Doch Ibrahimović macht nicht nur in der virtuellen Welt Schlagzeilen. Bei der Generalversammlung der European Club Association (ECA) in Rom ließ er nun Worte fallen, die BVB-Fans aufhorchen lassen.
„Ich hätte gerne unter Klopp und Ferguson gespielt“, gestand Ibrahimović vor versammelter Fußball-Elite in der ewigen Stadt. Diese Aussage weckt sofort Erinnerungen an eine legendäre Szene, die vielen Dortmund-Fans in Erinnerung geblieben ist. Bereits 2014 gab es einen denkwürdigen Moment zwischen dem schwedischen Superstar und Jürgen Klopp.
Es war die FIFA-Gala in Zürich im Januar 2014, als sich die beiden Alphatiere des Weltfußballs auf dem roten Teppich begegneten. Klopp hatte mit Borussia Dortmund das Champions-League-Finale erreicht und galt als einer der spannendsten Trainer Europas. Ibrahimović dominierte zu dieser Zeit die französische Ligue 1 bei Paris Saint-Germain und war einer der auffälligsten Superstars.
Die amüsante Anekdote geht so: „Wann holst du mich nach Dortmund?“, fragte der Stürmer den BVB-Coach vor laufenden Kameras. Klopp antwortete mit einem Lächeln: „Dafür müsste ich ja meine ganze Mannschaft verkaufen.“ Daraufhin kam die prompte Antwort des Schweden: „Ich würde umsonst kommen!“ Klopp ging auf das Angebot ein: „Okay, dann kommst du umsonst!“ Als Zeugen nannte er das Fernsehteam von Sky Italia.
Hinter dem Spaß verbarg sich echter Respekt. Klopp zeigte sich später beeindruckt: „Seine Wertschätzung für unsere Arbeit ist absolut ehrlich, und das finde ich cool.“ Der BVB-Trainer genoss die Anerkennung: „Wenn sich im Fußball etwas herumgesprochen hat, dann, dass wir hier einen sehr guten Umgang zwischen Trainerteam und Mannschaft haben.“
Ibrahimović, der damals bei PSG rund 15 Millionen Euro pro Jahr verdiente, meinte sein Angebot natürlich nicht ernst, aber seine Faszination für Klopps Arbeit war echt. „Das darf nur nicht der Präsident von Paris hören“, scherzte er damals. Eine Zusammenarbeit zwischen dem Stürmer und dem deutschen Toptrainer hätte durchaus möglich sein können.
Ein Wechsel von Ibrahimović zum FC Liverpool wurde immer wieder als Option ins Spiel gebracht. Klopp zeigte sich dazu gewohnt humorvoll: „Hätte er nicht für Manchester United gespielt, hätten wir sicher über ihn nachgedacht.“ Die Reds und die Red Devils sind bekanntlich erbitterte Rivalen im englischen Vereinsfußball.
Klopp beendete 2024 seine erfolgreiche Zeit bei Liverpool und wechselte Anfang 2025 überraschend als ‚Head of Global Soccer‘ zum Red Bull-Konzern. Damit ist das omnipräsente Werbegesicht erstmals seit Jahrzehnten nicht mehr als Trainer aktiv. Eine Rückkehr auf die Trainerbank scheint nicht in seinen Lebensplänen vorgesehen zu sein.
Ibrahimović hingegen beendete im Sommer 2023 seine Karriere nach seiner zweiten Ära bei AC Milan. Seit Dezember 2023 fungiert er als Berater und Consultant für die Milan-Führung und ist in Transfers und strategische Entscheidungen eingebunden, auch wenn er selbst gerne über seinen „vagen Jobtitel“ scherzt.
Bei der Generalversammlung in Rom, in deren Rahmen die Klubvereinigung ECA ein Rebranding zu ‚European Football Clubs EFC‘ durchführte, würdigte Ibrahimović seine großen Trainer, die den Fußball geprägt haben: „Ich hatte Fabio Capello, José Mourinho, Pep Guardiola, Carlo Ancelotti: Diese vier sind Fußball – sie haben das Spiel verändert.“
Dass der Schwede Klopp – und Sir Alex Ferguson, den er bei Manchester United um einige Jahre verpasste – in diese Riege aufnimmt, ist ein weiteres Zeichen seiner Anerkennung für die Leistungen des Deutschen beim BVB und in Liverpool. Und in Dortmund werden sich manche Fans fragen, wie es wohl gewesen wäre, wenn Klopp bei den Schwarzgelben einen internationalen Superstar wie ‚Ibrakadabra‘ trainiert hätte.