1. FC Köln ohne WM-Spieler, Ex-Profi Ljubicic nominiert
Der 1. FC Köln wird bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada ohne einen einzigen Spieler vertreten sein. Stattdessen hat es ein ehemaliger Spieler des FC kurzfristig zum wichtigsten Turnier der Welt geschafft.
In Los Angeles beginnt die Weltmeisterschaft, und viele Klubs blicken gespannt auf ihre Spieler, die an dem großen Turnier teilnehmen. Der 1. FC Köln ist jedoch in diesem Jahr der einzige Bundesligist, der keinen WM-Fahrer stellt, zusammen mit dem Absteiger 1. FC Heidenheim. Dies hat auch finanzielle Konsequenzen, da sowohl Köln als auch Heidenheim bei diesem milliardenschweren Spektakel leer ausgehen.
Ein Lichtblick ist die nachträgliche Nominierung eines ehemaligen Kölner Spielers. Durch die schwere Verletzung von Christoph Baumgartner aus Leipzig rutscht Dejan Ljubicic in das Aufgebot der österreichischen Nationalmannschaft.
Nationaltrainer Ralf Rangnick informierte den ehemaligen FC-Kicker am Mittwochabend (10. Juni) über seine Entscheidung, und bereits am Donnerstagvormittag (11. Juni) saß der Mittelfeldspieler im Flieger nach Los Angeles.
Kurz vor dem Turnierbeginn äußerte „Dejo“ gegenüber EXPRESS.de seine Freude über die Nominierung: „Es ist eine große Ehre für mich, mein Land bei der WM vertreten zu dürfen und an diesem herausragenden Turnier teilnehmen zu können. Auch wenn die kurzfristige Nominierung überraschend kam, ist es umso schöner. Ich freue mich auf spannende Tage.“
Nach seinem Aufstieg aus Kroatien läuft es für den ehemaligen Kölner wie am Schnürchen. Ljubicic trug mit sieben Scorerpunkten in 15 Zweitligaspielen (vier Tore und drei Vorlagen) maßgeblich zum Aufstieg der Königsblauen bei.
Den Schwung möchte er nun mit in die USA nehmen. Sein letzter Einsatz für Österreich liegt jedoch bereits fast drei Jahre zurück; zuletzt spielte er im September 2023 gegen Moldawien. Insgesamt hat er bisher neun A-Länderspiele für Österreich bestritten und dabei ein Tor erzielt.
Die österreichische Nationalmannschaft startet am Mittwoch (17. Juni) ins Turnier und trifft zum Auftakt auf Jordanien. Die weiteren beiden Gegner in der Gruppe J sind am Montag (22. Juni) Argentinien und am Sonntag (28. Juni) Algerien.