AC Mailand zieht sich aus dem Transferpoker um Niklas Süle zurück
In den letzten Wochen deutete sich ein Winterwechsel für einen Spieler von Borussia Dortmund an. Nun hat sich ein potenzieller Interessent jedoch aus den Verhandlungen zurückgezogen.
Dortmund – Niklas Süle hat offenbar keine mittel- bis langfristige Zukunft bei Borussia Dortmund. Der BVB hofft, den Topverdiener bereits im Winter, also ein halbes Jahr vor Vertragsende, von der Gehaltsliste streichen zu können. Zuletzt wurde die AC Mailand als mögliche Wechseldestination für den Innenverteidiger gehandelt, doch diese Option scheint sich inzwischen zerschlagen zu haben.
Wie Fabrizio Romano berichtet, hat sich der Serie-A-Klub aus dem Rennen um den BVB-Star zurückgezogen und wird in der aktuellen Transferperiode keine Verpflichtung anstreben. Auch Axel Disasi vom FC Chelsea, der sowohl beim BVB als auch bei Milan auf dem Zettel stand, soll laut Romano nicht länger Thema bei den Italienern sein. Finanzielle und taktische Gründe werden als Ursachen für das Umdenken in beiden Personalien genannt.
Der BVB muss nun weiterhin hoffen, dass sich im Winter ein Abnehmer für Süle findet, um zumindest eine geringe Ablösesumme verlangen zu können. Andernfalls könnte der 30-Jährige Dortmund zum Ende seines Vertrags am 30. Juni 2026 ablösefrei verlassen. In den kommenden Wochen und – sollte sich im Winter kein Käufer finden – Monaten hat Süle somit noch die Möglichkeit, sich für einen Wechsel zu empfehlen.
Eine Vertragsverlängerung gilt hingegen seit längerem als ausgeschlossen. Selbst wenn der ehemalige deutsche Nationalspieler zeitnah eine deutliche Leistungssteigerung zeigt, wird dies vermutlich nicht mit einem neuen Vertrag beim BVB belohnt werden. Zu inkonstant und verletzungsanfällig war Süle in seinen bisherigen dreieinhalb Jahren in Dortmund. In der laufenden Saison kommt er lediglich auf fünf Einsätze und stand nur einmal über 90 Minuten auf dem Platz.
Als Süle 2022 ablösefrei vom FC Bayern zum BVB wechselte, galt dies als Transfercoup. Mit 26 Jahren war er damals im besten Fußballeralter und hatte bereits fünf deutsche Meisterschaften sowie die Champions League mit den Bayern gewonnen. Viele waren überrascht, dass er zum direkten Konkurrenten wechselte. Rückblickend betrachtet, könnte die Verpflichtung aus Sicht des BVB als teures Missverständnis gewertet werden.