Alphonso Davies verpasst WM-Auftakt der kanadischen Nationalmannschaft
Für den verletzten Alphonso Davies kommt der WM-Auftakt der kanadischen Nationalmannschaft wohl zu früh. Der Bayern-Star wird bis auf Weiteres fehlen.
München – Bittere Nachrichten für die kanadische Nationalmannschaft: Der Co-Gastgeber der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft muss im ersten Gruppenspiel voraussichtlich auf Kapitän Alphonso Davies verzichten. Auswahltrainer Jesse Marsch betonte zwar, dass Davies beim Heim-Turnier zum Einsatz kommen werde, schränkte jedoch ein: „Ich glaube nicht, dass er am 12. Juni schon ganz so weit sein wird, aber wir werden sehen.“
Am zweiten Turniertag trifft Kanada in Toronto auf Bosnien-Herzegowina und möchte sich in der Gruppe B einen Vorteil verschaffen. Davies, der sich Anfang Mai im Rückspiel des Champions-League-Halbfinals gegen Paris Saint-Germain eine Muskelverletzung zugezogen hatte, wird seine Teamkollegen voraussichtlich noch von der Tribüne aus anfeuern müssen.
In der Verlauf der Gruppenphase dürfte der Bayern-Star jedoch dazustoßen. Sollte nichts Unvorhergesehenes geschehen, wird der Linksverteidiger in jedem Fall im finalen WM-Aufgebot stehen, welches Marsch am 29. Mai bekannt geben möchte. Der 25-Jährige weilt aktuell noch nicht im Trainingslager des Co-Gastgebers. Laut Marsch wird Davies erst am 31. Mai in Edmonton ankommen, nachdem er seine Rehabilitation in Europa fortgesetzt hat.
Seine Genesung erfolgt in enger Abstimmung mit dem FC Bayern. Der deutsche Rekordmeister sei „sehr unterstützend und möchte, dass er bei der WM spielt“, so Marsch, der bei Davies kein unnötiges Risiko eingehen will. Angesichts der langen Verletzungshistorie des Superstars ist dies verständlich.
Hinter Davies liegt ein schwieriges Jahr, das von zahlreichen Verletzungen geprägt war. Angefangen mit einem Kreuzbandriss, den er sich bei seinem letzten Länderspiel im März 2025 zuzog, gefolgt von mehreren Muskelverletzungen. In der abgelaufenen Saison kam Davies daher nur auf 841 Minuten Einsatzzeit. An seinem Status in der Nationalmannschaft dürfte dies jedoch kaum etwas ändern; er gilt weiterhin als das Herz der Mannschaft.